Cannes 2011: Keine Chance auf einen Löwen in Creative Effectiveness
Neun Arbeiten hatten die Deutschen eingereicht, keine einzige schafft es in das Finale der Besten in der neuen Kategorie Creative Effectiveness.
Die neue Kategorie Creative Effectivness in diesem Jahr in Cannes findet ohne deutsche Beteiligung statt. Zwar hatten deutsche Agenturen neun Arbeiten eingereicht, die Jury um den Präsidenten Jean-Marie Dru (TBWA) schenkte den deutschen Kampagnen allerdings kein Gehör. Keine einzige Arbeit schaffte es auf die Shortlist. In der Jury saß ebenfalls kein Vertreter aus deutschen Landen. Die Jury ist die einzige in Cannes, in der nicht nur Werber sondern auch Vertreter der Unternehmen sitzen. Unter anderem bewerten die internationalen Markenchefs von LG Electronics (Kenneth Hong) und Kraft Foods (Chris Kempczinski) die Kampagnen.
142 Arbeiten waren in der neuen Kategorie eingereicht worden – nur zehn davon hatten es auf die Shortlist geschafft. Vier davon aus den Vereinigten Staaten, drei aus Großbritannien, je eine kommt aus Neuseeland, Indien und Italien. Überreicht werden die Preise am Samstagabend im Rahmen der abschließenden Preisverleihung.
Da die Kategorie neu eingeführt wird, gibt es keine Löwen in den Farben Gold, Silber und Bronze. Vielmehr werden alle Löwen gleichviel wert sein. Ein Grand Prix wird allerdings vergeben.
Eingereicht werden konnten nur Preise, die es 2010 mindestens auf die Shortlist geschafft hatten. Im Finale um den neuen Preis finden sich daher Klassiker wie die Old-Spice-Kampagne (Wieden + Kennedy) oder Heineken mit der Kampagne „Are you still with us?“ (JWT Milan). Bei der Bewertung kommt die Strategie mit 25 Prozent, die Idee mit 25 Prozent und die Ergebnisse mit 50 Prozent zum Tragen.