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Die besten Kreativdirektoren der Welt: Stéphane Xiberras
Die Veranstalter des Werbefestivals PIAF haben sich die Mühe gemacht, anhand der Prämierungen auszurechnen, wer die besten CDs der Welt sind. W&V Online stellt die Topkreativen vor. Der vierte in unserer Serie ist Stéphane Xiberras von BETC Euro RSCG, Paris, Fan von Shazam und von Jung von Matt.
Der 44-jährige Xiberras, seit vier Jahren Präsident und Executive CD bei der Kreativagentur in Paris, hat unter anderem den CAI erfunden, Creative Artificial Intelligence, einen Automaten, der Werbung macht. Eigentlich, weil so viel nicht ausgezeichnete Werbung stereotyp, vorhersehbar und langweilig ist. CAI sollte ein Spiel sein, es sollte per Computer dumme, tollpatschige Werbung entstehen - dummerweise war das nicht der Fall. Stattdessen lieferte CAI - schlicht per Eingabe von Produkt und Kategorie, Zielgruppe und Markenname und die Asuwahl aus vorgeschlagenen Attributen - durchaus öfter mal so etwas wie Werbung, die einem vage vertraut vorkam - weil sie an das erinnerte, was wir täglich sehen.
Dagegen arbeitet Xiberras an. Weil er findet, dass die Kunden und die Konsumenten außergewöhnlich gute Werbung verdienen. (Das vermittelt er auch in Seminaren und Vorträgen wie "The Quest for the Idea", auf dem Eurobest und Ende Juni 2011 in Cannes.)
Was Stéphane Xiberras noch umtreibt, erklärt er hier.
Woher kommt Ihre Kreativität?
Ich habe das Glück, von inspirierenden und kreativen Menschen umgeben zu sein.
Mit denen Sie sicher schon amüsante Anekdoten erlebt haben ...
Ich hab immer gedacht, ein Kreativer zu sein bedeutet Sex, Drogen und Rock'n'Roll. Ich wurde schnell ernüchtert, als ich feststellte: Für Rock'n'Roll bleibt keine Zeit.
Sie engagieren sich für gute Werbung. Worauf sind Sie besonders stolz?
Wir müssen alles dafür tun, junge Talente für unsere Branche zu gewinnen. Bei BETC habe ich das interne Programm BETC Academy aufgelegt, das wie eine Schule innerhalb der Agentur funktioniert. Das ist etwas, worauf ich tatsächlich stolz bin.
Und was lieben, was hassen Sie am meisten?
Ich liebe meine Kinder und ich hasse es, dass ich nicht mehr Zeit mit ihnen verbringen kann.
Wie wird Werbung in 10 oder 20 Jahren aussehen?
Ich habe keine Ahnung.
Aber Sie gehen mit neuen Medien virtuos um, haben sicher ein Smartphone. Was ist Ihre Lieblings-App?
Verraten Sie mir, wer Shazam entwickelt hat, und ich werde um seine Hand anhalten.
Nicht ganz so hinreißend im internationalen Vergleich wirkt - mit Blick diese Piaf-Top-Ten - die deutsche Werbung. Muss sich daran etwas ändern, damit wir wettbewerbsfähiger werden?
Ich finde, Deutschland ist sehr wohl wettbewerbsfähig. Schauen Sie sich zum Beispiel die Arbeit von Jung von Matt für den WWF an. Glauben Sie mir, davon gibt es hier in Frankreich nicht viele Beispiele.
Und die Frauen? Keine ist unter den besten zehn CDs der Welt.
Das ist leider nur allzu wahr. Als ich als Juror in verschiedenen internationalen Wettbewerben saß, war der Frauendurchschnitt dort selten höher als 20 Prozent. Das ist eine Schande. Ich weiß nicht, woran das liegt, aber es ist eine Schande.
Mehr prämierte Werbung? Alles rund um Cannes 2011 finden Sie in auf unseren Themenseiten.
Herrmann Redakteur










