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Gespräch in Hamburg: Peter John Mahrenholz, Ralf Nöcker, W&V-Redakteur Peter Hammer (v.l.n.r.)
Gespräch in Hamburg: Peter John Mahrenholz, Ralf Nöcker, W&V-Redakteur Peter Hammer (v.l.n.r.)

"Es gibt kein härteres Verfahren als bei uns"

veröffentlicht am 07.10.2009 um 11:00 Uhr · Agenturen · Artikel

Seit einem Jahr ist Peter John Mahrenholz Präsident des Verbands GWA. Unterstützt wird er von Geschäftsführer Ralf Nöcker. W&V hat mit den beiden Managern über den Effie und die anstehende Mitgliederversammlung gesprochen.

W&V Herr Mahrenholz, beim Ihrem Amtsantritt erklärten Sie, den Effie weiterzuentwickeln. Was ist daraus geworden?

Mahrenholz Der Effie ist der wichtigste Preis der Branche, weil er den Beweis dafür antritt, dass gute Kommunikation die Wirtschaft treibt. Das ist exakt auch der Leitgedanke des GWA. Der Effie ist eine harte Währung mit einer strengen Jury. Es gibt kein transparenteres, neutraleres und härteres Verfahren als bei uns. Deshalb gibt es jährliche Verbesserungen, aber keine Revolution.

W&V Dennoch gibt es Kritik: Kampagnen mit hohem Anteil an klassischer Werbung dominieren, zu wenige integrierte Cases, und neue Disziplinen wie Social Media fehlen komplett.

Mahrenholz Wir wollen Cases, die die Kommunikationswirklichkeit abbilden. Wir hätten gerne mehr integrierte Kampagnen. Aber das können wir nicht verordnen. Tatsache ist: Es gab in der Vergangenheit und gibt auch in diesem Jahr Cases und Gewinner, die aus den gelernten Schemata herausfallen und beispielsweise einen starken Online-Bezug haben. Insofern kann man nicht von einer strukturellen Schwäche des Effie reden. Was Social Media betrifft: Es fehlt hier unter anderem an den nötigen Instrumenten zur Effizienzmessung.

W&V Obgleich in Krisenzeiten Effizienz noch wichtiger sein dürfte, wurde weniger eingereicht. Warum?

Nöcker Der Rückgang liegt im einstelligen Bereich. Im Vergleich zu anderen Wettbewerben können wir damit sehr gut leben.

W&V Um etwaige Hemmschwellen zu beseitigen, hat der GWA ein Effie-Seminar angeboten. Doch „Der Goldene Weg nach Berlin – Wie aus Erfolg ein Effie wird“ ist mangels Interesse ausgefallen. Können Sie sich das erklären?

Mahrenholz Vielleicht denken viele, der Zeitaufwand sei zu groß. Ich denke aber, man hätte daraus viel lernen können. Für die Effie-Einsendungen, aber auch für Effizienzkontrolle generell und die neugeschäftsbezogene Falldarstellung. Das ist für viele Agenturen relevant.

W&V Vielleicht war es der Preis. Die Tagesveranstaltung hätte zwischen 590 und 690 Euro kosten sollen. Viel Geld.

Nöcker Aber auch zwei Top-Referenten. Wir werden darüber nachdenken, ob es die richtige Form des Angebots war. Bei der kommenden Optimierungsrunde wird es mit Sicherheit auch um dieses Thema gehen.

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