Einig war sich das Plenum, dass sich dafür Agenturen anderen Talenten öffnen müssen - Architekten, Künstler, Musiker etc. Die einstige Überzeugung, alle Disziplinen unter einem Dach vereinen zu müssen, weicht zunehmend auf. Dadurch ändern sich auch die klassischen Arbeitsabläufe in der Agentur. Die Agentur der Zukunft werde gegenüber dem Kunden als zentraler Ansprechpartner agieren und die gesamtplanerische Verantwortung tragen, sagte GWA-Präsident Mahrenholz. "Der Markt wird sich trennen in Agenturen, die gute Ideen haben und diejenigen mit Umsetzungsqualität", prophezeite Mengele.

Unter der Moderation von GWA-Geschäftsführer Ralf Nöcker wurde zudem heftig über Ertragsquellen der Zukunft diskutiert. Der ein oder andere schielte sich dabei neidisch auf die Tagessätze der Unternehmenberater, während Agenturen unverändert vor allem mit der Umsetzung von Werbeideen Geld verdienen. "Wir haben viel zu viel Zeit vergehen lassen, nachzuweisen, was eine Idee leistet und uns zu sehr auf den künsterlichen Aspekt beschränkt", kritisierte Pact-Chef Valentin. "Dabei hat eine Idee keinen Selbstzweck. Sie schafft einen Mehrwert und diese Dimension kann man sich vergüten lassen", plädierte der Münchner für eine erfolgsorientierte Honorierung.


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Autor: W&V Redaktion

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