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Florian Haller, Hauptgeschäftsführer der Serviceplan-Gruppe, will "kaufentscheidende Nachhaltigkeitsthemen besetzen".
Florian Haller, Hauptgeschäftsführer der Serviceplan-Gruppe, will "kaufentscheidende Nachhaltigkeitsthemen besetzen".

Serviceplan startet Öko-Tochter

veröffentlicht am 24.09.2009 um 14:51 Uhr · Agenturen · Artikel

Marken und Hersteller richten ihre Kommunikation immer mehr an gesellschaftlichen und ökologischen Anforderungen aus - glaubt die Agentur Serviceplan. Um auch kommunikativ beim Thema Nachhaltigkeit mithalten zu können, gründet Serviceplan nun eine eigene Agenturmarke namens "Serviceplan Green".

Serviceplan-Chef Florian Haller sieht speziell bei der Integration von Wertemanagement in die Produkt- und Dachmarken-Kommunikation erheblichen Handlungsbedarf: "Unsere Kunden erwarten im heutigen gesellschaftlichen Umfeld mehr als die kreative Umsetzung von Werbeversprechen. Sie wollen sicher sein, die in den Augen der Kunden wirklich kaufentscheidenden Nachhaltigkeitsthemen zu besetzen."

Das neue Beratungsangebot verantwortet Jörg Ihlau, Geschäftsführer der auf Gesellschaftskommunikation spezialisierten Serviceplan Public Opinion in Berlin. Mit dem CSR-Profi Dirk Manthey holt sich Ihlau außerdem Verstärkung an Bord: Manthey, eigenständiger Kommunikationsberater und zuvor acht Jahre bei der Agentur Pleon tätig – dort zuletzt als Business Directors für die Bereiche Public Affairs und CSR zuständig –, wird künftig als unabhängiger Senior Advisor CSR für Serviceplan Green im Einsatz sein. Gemeinsam mit Ihlau wird er die Spitze bilden, die standortübergreifend für die Serviceplan-Gruppe agieren und für die Belange der Kunden integriert arbeitende Teams in Berlin, Hamburg und München aufstellen soll.

Außerdem ruft Serviceplan Green einen sogenannten CSR-Beirat ins Leben: Dort sollen sich außenstehende Experten für ökologische Fragen, Verbraucherschutz, Unternehmenskultur, Lebensstil oder bürgerschaftliches Engagement zur Besprechung versammeln. Damit sollen bereits im Konzeptionsprozess Unternehmen und ihre kritischsten Beobachter zusammengebracht werden. "Die Nachhaltigkeitsversprechen müssen stets einer kritischen Debatte mit Fachleuten und potenziellen Kritikern standhalten, vor allem im Netz. Deshalb entwickeln wir Nachhaltigkeits-Marketing auf Grundlage einer Relevanz-Analyse beim Kunden und eines systematischen Stresstests mit kritischen NGOs", sagt Jörg Ihlau.

Um mit Serviceplan Green den Unternehmen alle Segmente eines Nachhaltigkeits-Marketings aus einer Hand anbieten zu können, ist die Agenturgruppe strategische Kooperationen eingegangen: Im Bereich Zertifizierungen und Nachhaltigkeitsreportings arbeitet Serviceplan Green mit weltweit tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zusammen.

Zudem stellt die Beratungsgruppe Vivaldi Partners ihre Erfahrung bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien in Produkte und Services zur Verfügung. Mit der Zeppelin Universität hat Serviceplan außerdem einen Forschungspartner verpflichtet, mit dem branchenspezifische Erfolgsfaktoren nachhaltiger Kommunikation untersucht werden sollen. Initiator des Green-Konzepts ist Serviceplan-Geschäftsführer Ronald Focken.

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