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Ariana Huffington gründete den Dienst 2005.
Ariana Huffington gründete den Dienst 2005.

AOL bringt Huffington Post nach Deutschland

veröffentlicht am 02.11.2011 um 09:46 Uhr · Digital · Artikel

Innerhalb der nächsten sechs Monate will AOL eine deutsche Ausgabe der Huffington Post an den Start bringen. Für das News- und Meinungsportal sucht der Konzern gerade ein Medienhaus als Deutschland-Partner. Das berichtet Meedia.de unter Berufung auf AOL-Manager Jimmy Maymann. Die Huffington Post sei "bereit für die Internationalisierung", heißt es. Größere Investitionen wolle man in Deutschland aber nicht tätigen, laut Meedia geht es um "ein gutes Dutzend Mitarbeitern, die man vermutlich einstellen wolle". Die inhaltliche Ausrichtung von Huffingtonpost.de soll gemeinsam mit dem deutschen Partner festgelegt werden.Die Domain hat sich AOL bereits gesichert.

Die 2005 von Ariana Huffington gegründete Huffington Post gehört zu den einflussreichsten Online-Medien der USA und zählt rund 25 Millionen Leser. Die im Social Web bestens vernetzte Plattform gilt nicht nur konzeptionell als Prototyp eines neuartigen Medienangebots. Auch politisch gilt die "Huffpo" als eher progressiv. Zumindest in Frankreich scheint das auch die Partnerwahl beeinflusst zu haben: hier kooperiert man mit der linksliberalen "Le Monde". Die französische Ausgabe soll voraussichtlich noch im November ans Netz gehen. Weitere nationale Ausgaben plant der Huffpo-Eigner AOL für Italien, Spanien, Russland, Türkei, Argentinien, Brasilien, Mexiko, Chile, Australien und Japan. In Großbritannien und Kanada ist die Huffington Post schon präsent. AOL hatte das Online-Medienhaus Anfang 2011 für 315 Millionen US-Dollar übernommen.

In Deutschland ist es bislang noch nicht gelungen, eine rein online-getriebene Medienmarke als Alternative zu Print-Ablegern wie Spiegel Online, Welt Online oder sueddeutsche.de zu etablieren. Ambitionierte Online-only-Projekte wie die Netzeitung und das Holtzbrinck-Experiment Zoomer sind in den vergangenen Jahren gescheitert.

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