Apple lassen die VDZ-Forderungen kalt
Steve Jobs' Unternehmen düpiert den Verband Deutscher Zeitschriftenverleger: Der VDZ und der internationale Dachverband FIPP fordern seit März Gespräche über die Konditionen im App Store - vergebens.
Der Einfluss der deutschen Zeitschriftenverleger auf Apple hält sich in engen Grenzen: Wie die Nachrichtenagentur "dpa" berichtet, fordert der Verband gemeinsam mit dem internationalen Dachverband FIPP Gespräche über die Bedingungen im App Store - ohne das Apple darauf eingehen würde.
Am 15. März hätten die Verbände demnach Apple zu Gesprächen aufgefordert. Die Kritikpunkte sind bekannt: Den Verlegern ist Apples Umsatzanteil von rund 30 Prozent zu hoch, auch wollen sie die Nutzungsdaten ihrer Apps selbst verwenden können. Starre, intransparente Zulassungsregeln sind ihnen ebenfalls ein Dorn im Auge. Einheitliche Regeln für die ganze Welt seien eine Einschränkung der Pressefreiheit und der Wahlfreiheit für die Leser, heißt es in dem Schreiben laut "dpa".
Wie wenig Druck die Verbände aufbauen können, wird daran deutlich, dass ihre Aufforderung bei Jobs dem Bericht zu Folge bislang auf taube Ohren stößt. Apple hat bereits jetzt mehr als zwei Millionen iPads weltweit verkauft.