Christoph Keese: Darum ist Bild.de kein Piratensender
Im ZDF-Blog "Hyperland“ und im W&V Online-Interview prangerte Markus Hüngden Anfang der Woche an, dass Bild.de Live-Streamings zeige, ohne dafür eine Fernsehlizenz zu haben. Axel Springer lässt nun Christoph Keese eine "Gegendarstellung“ bloggen.
Im ZDF-Blog "Hyperland“ prangerte Video-Produzent Markus Hüngden Anfang der Woche an, dass Bild.de Live-Streamings zeige, ohne dafür eine Fernsehlizenz zu haben. Als "Piratensender“ bezeichnet Hüngden die Springer-Plattform im Gespräch mit W&V Online. Das lässt Axel Springer natürlich nicht auf sich sitzen, und lässt jetzt Christoph Keese eine "Gegendarstellung“ bloggen.
Hüngdens Ausgangspunkt: Livestreaming ist Rundfunk und Rundfunk-Angebote durch Private bedürfen einer Zulassung. Bild.de falle deshalb in diese Kategorie, weil die Site einen journalistisch-redaktionellen Charakter besäße und die Streaming-Angebote von mehr als 500 Nutzern gleichzeitig angesehen werden können und werden. Keese argumentiert nun dagegen, dass Bild.de ein Telemedium sei, das "anders als private Rundfunkanbieter ausdrücklich keiner medienrechtlichen Zulassung bedürfe“. Geregelt sei dies im Telemediengesetz, dem Rundfunkstaatsvertrag sowie der medienrechtlichen Aufsicht der zuständigen Landesmedienanstalt. In die Kategorie Rundfunk-Angebot falle die Plattform deshalb nicht, weil es kein lineares Bewegtbild-Programm biete, sondern nur gelegentlich Streamings anbiete. Das sei etwas anderes als ein Programm, „und nur wer ein Programm bietet, unterliegt der Zulassungspflicht“, so Keese.