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Digital Innovators Summit: Neue Erlösquellen für Verlage
Warum sollen wir Dollars investieren, um Cents herauszubekommen? Mit dieser Frage beschreibt Aroon Puri, Chairman und Chefredakteur der India Today Group und Präsident der International Federation of Periodical Press (FIPP) das Dilemma, vor das digitale Kanäle viele Verlage stellen.
Beim Auftakt des 3. Digital Innovators Summit, der vom 1. bis 2. März 2010 in Berlin stattfindet, waren sich die Redner in dem Punkt einig, dass nur eine Multi-Channel-Strategie aus der Krise führt. Den rund 400 Teilnehmern wurden besonders Entwicklungen wie Tablett-PC oder iPad als neue Chancen für Verlage dargestellt. „Das iPad ist das richtige Medium für reflektierende, spannende Inhalte und scheint geeignet für Paid-Content- und Abo-Modelle“, sagt Peter Phippen, Geschäftsführer von BBC Magazines & BBC Worldwide. Voraussetzung sei, dass man Inhalte und Geschäftsmodelle nicht eins zu eins übertrage, sondern neue Ansätze entwickle.
Carolyn McCall, Vorstandsvorsitzende der Guardian Media Group, sieht die nächste Entwicklungsstufe in „Mutualised Content“ – redaktionelle Inhalte werden durch die Nutzer „veredelt“, in dem diese über digitale Anwendungen wie Blogs oder Foren auf Nachrichten oder Beiträge reagieren und so für eine neue Informationstiefe sorgen. Einig war man sich indes, dass Einkünfte aus dem Online-Geschäft wegbrechende Budgets aus dem Print-Anzeigen-Geschäft nicht komplett auffangen.
„Driving digital profits“ – unter diesem Thema steht der Kongress 2010, den der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) gemeinsam mit der International Federation of Periodical Press (FIPP) und dem auf digitale Medien spezialisierten US-Forschungsunternehmen Emedia sf veranstaltet. Das internationale Forum wird unterstützt von der Israelischen Botschaft und dem Trade Center des Staates Israel. Parallel zur Cebit, die ihn Hannover stattfindet, kommen Vertreter klassischer Medien mit Experten, Anbietern und Dienstleistern aus der digitalen Wirtschaft zusammen um Wege diskutieren, wie zum Beispiel Zeitschriften sich sinnvoll und profitabel mit digitalen Angeboten verknüpfen lassen.
Auf dem Programm stehen u.a. Themen, wie man etwa die richtige Balance findet zwischen den verschiedenen klassischen und digitalen Kanälen, über die Angebote an den Leser gebracht werden. Lassen sich in angesichts unbegrenzter Informationsmöglichkeiten und sinkender Einkünfte qualitativ hochwertige Inhalte anbieten? Welche neuen Angebote und Lösungen gibt es und wo liegen Geschäftsmodelle jenseits der klassischen Onlinewerbung? Interessenten können sich unter www.innovators-summit.com Präsentationen zu den Vorträgen herunterladen.
Fischer Redakteur











