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Alles auf Facebook? Medienexperten über die neue FHM-Strategie

Bild 3 von 6

Martin Oetting, Social-Media-Forscher, Blogger und Gesellschafter des Word-of-Mouth Marketing Netzwerks trnd:

"Die statische Website alten Schlages abzuschaffen, halte ich für vollkommen richtig. Das Web ist heute ein unendlicher Strom an Inhalten, die kanalisiert, sortiert, gefiltert, personalisiert, geordnet werden wollen.In dieses reißende Getöse eine statische Seite mit Kontaktformular zu stellen, ist ungefähr ebenso angepasst, wie wenn man einen Ast in das Flussett eines reißenden Stromes rammt. Mit dem Web muss man heute dynamisch arbeiten, echte Vernetzung schaffen, Inhalte zusammenziehen, Verbindungen schaffen - oder, um bei der Metapher zu bleiben: interessante Strömungen in kleine Nebenteiche leiten, Oasen interessanter Inhalte schaffen, die aber immer mit der wilden Vielfalt da draußen kommunizieren. Siehe: Flipboard.

Für völlig falsch halte ich dagegen, seine gesamten Aktivitäten nun einfach auf Facebook zu verlagern. Aus zwei Gründen: das nimmt die Vielfalt des Social Webs zum einen nicht in der nötigen Breite war. Und zum zweiten: kein Mensch ahnt, was Mark Zuckerberg morgen vor hat, wo die Daten landen, die man dort sammelt, ob man da übermorgen überhaupt noch ran kommt, und welche Daumen- und Bezahlschrauben den Unternehmen auf Facebook demnächst angelegt werden. Das ist also aus meiner Sicht ein eher unkluger PR-Stunt. Meine Empfehlung: Old-School-Website abschaffen? Absolut ja! Das Ganze einfach auf Facebook verlagern? Absolut nein!"

 
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