Facebook gibt Startschuss zum Börsengang
Nun ist es offiziell: Facebook geht an die Börse. Das Unternehmen hat seinen Börsenprospekt vorgelegt.
Facebook hat den lang erwarteten ersten Schritt auf seinem Weg an die Börse getan. Der Internetkonzern hat am Mittwoch nach Börsenschluss in New York seinen Börsenprospekt bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC eingereicht.
Das Volumen des Börsengangs liegt bei zunächst 5 Milliarden Dollar und damit nur halb so hoch wie ursprünglich erwartet. Allerdings kann sich diese Summe noch erhöhen. Es ist üblich, dass Firmen tiefstapeln, dann die Reaktion der Investoren abwarten und - falls genügend Nachfrage besteht - später den Preis erhöhen. Zum Vergleich: Google hatte im August 2004 mit seinem Börsengang 1,3 Milliarden Euro eingenommen.
Wie das Börsenprospekt, mit dem Facebook bei Investoren für seine Aktien wirbt, weiter verrät, wächst Facebook rasant und verdient auch Geld. Vor allem mit Werbeeinnahmen. Im vergangenen Jahr blieben unterm Strich eine Milliarde Dollar übrig. Der Umsatz lag zuletzt bei 3,7 Milliarden Dollar, ein Plus von 88 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Viele Investoren stellen sich aber die Frage, ob diese Zahlen die kolportierte Firmenbewertung von 75 bis 100 Milliarden Dollar rechtfertigen. Facebook selbst lässt in dem Börsenprospekt noch keine Rückschlüsse zu, welchen Wert das Management dem Unternehmen zumisst.
Bis zum eigentlichen Börsengang, der für das späte Frühjahr oder den Sommer erwartet wird, wird Facebook die Informationen noch nachreichen. Dann wird auch feststehen, von wie vielen Anteilen sich Gründer Mark Zuckerberg selbst trennt. Noch gibt das Prospekt darüber keinen Aufschluss. Zuckerberg hält laut den Angaben gut 28 Prozent der Anteile. Das gesamte Management kommt auf 70 Prozent, der Rest liegt bei Finanzinvestoren.