Journalistik-Professor Weichert startet Medien-Portal "Vocer"
"Medien. Kritik. Debatte" lautet der Slogan der Website "Vocer". Ins Leben gerufen hat sie die der Hamburger Journalistik-Professor Stephan Weichert als Non-Profit-Plattform für Medien- und Gesellschaftskritik. Zu den Schreibern gehören zahlreiche namhafte Autoren.
Deutschland hat ein weiteres Medienportal - doch "Vocer" verfolgt einen neuen Ansatz. "Medien. Kritik. Debatte" lautet der Slogan der Website, die der Hamburger Journalistik-Professor Stephan Weichert nach jahrelanger Planung als Non-Profit-Plattform für Medien- und Gesellschaftskritik geschaffen hat. "Wir verstehen uns als modernes Kursbuch für die Mediengesellschaft, das kontroverse Debatten über Medienqualität in Deutschland anstoßen und zusammenführen will", so Weichert.
Entgegen dem schnelllebigen journalistischen Tagesgeschäft sieht sich "Vocer" als "Pionier der Slow Media Bewegung in Deutschland", wie es Redaktionsleiterin Carolin Neumann ausdrückt. So schreibt aktuell Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für Politische Bildung (die zu den "Vocer"-Förderern gehört) zum Launch der Plattform darüber, wie der Journalismus handwerklich wieder besser werden kann.
Im Autorenpool sind zahlreiche namhafte Schreiber, etwa Süddeutsche.de-Chef Stefan Plöchinger, Zeit-Online-Chef Wolfgang Blau (beide Websites zählen auch zu den publizistischen Kooperationspartnern des neuen Portals) oder Jörg Sadrozinski, Leiter der Deutschen Journalistenschule. Unter den sechs Kolumnisten sind der frühere NDR-Chefreporter Christoph Lütgert und Kommunikationswissenschaftler Stephan Ruß-Mohl.
"Vocer" finanziert sich ausschließlich über Stiftungsgelder und private Spenden. Herausgeber ist der gemeinnützige Verein für Medien- und Journalismuskritik (VfMJ) in Hamburg. Zum Herausgebergremium gehört neben Weichert unter anderen der neue "Wired"-Chefredakteur Alexander von Streit.