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Kostenpflichtige Online-Videotheken werden breit akzeptiert

Jeder dritte Internetnutzer hat schon mal auf Angebote von kostenpflichtigen Online-Videotheken zurückgegriffen. Knapp 80 Prozent sind bereit dafür zu bezahlen, so eine Studie von Sevenonemedia und dem Institut Mindline Media.

Text: Uli Busch

11. März 2010

Jeder dritte User zwischen 14 und 49 Jahren hat schon einmal auf Angebote von kostenpflichtigen Online-Videotheken zurückgegriffen. Das ist eines der Ergebnisse der Studie „On-Demand-Angebote im Internet“ aus der Reihe "MedienRadar" des Vermarkters Sevenonemedia und des Marktforschungsinstituts Mindline Media.

Knapp ein Fünftel der befragten Onliner nutzt Videotheken im Internet sogar mindestens einmal im Monat, so die Studie. "Eine Gefahr für das klassische TV ist das nicht: Online-Videotheken werden ergänzend, nicht substitutierend genutzt", erklärt Daniel Haberfeld, Director Research Sevenone Media. Kostenpflichtige Print-Angebote werden noch zögerlicher angenommen: Nur jeder zehnte (elf Prozent) Internetnutzer hat von diesen bisher Gebrauch gemacht.

Die Zahlungsbereitschaft für Online-Video-Inhalte ist recht hoch: 79 Prozent sind bereit für den Abruf von Filmen oder Serien in einer Online-Videothek zu zahlen. Bevorzugt wird von der Mehrheit (63 Prozent) die Bezahlung pro Video. Eine monatliche Abogebühr bevorzugen 16 Prozent gegenüber anderen Zahlungsformen. Nur jeder Zehnte User lehnt es vollkommen ab, für Inhalte von Internet-Videotheken zu bezahlen.

Als Hauptgrund für die Nutzung von Online-Videotheken wird die damit verbundene Flexibilität angeführt. 84 Prozent schätzen daran, dass sie keine Öffnungszeiten beachten müssen. Mehr als zwei Drittel geben als Nutzungsgrund an, dass sie das Haus nicht verlassen müssen. Die Kernzielgruppe der Nutzer solcher Angebote ist unter 30 Jahre und männlich.

Gegen die Inanspruchnahme von kostenpflichtigen On-Demand-Printprodukten spricht in erster Linie, dass es 44 Prozent der Befragten Lesen am Bildschirm als unangenehm empfinden. Zudem geben 40 Prozent an, derartige Angebote nicht zu nutzen, da sie die benötigten Informationen von anderen Anbietern kostenlos erhalten.


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Autor: Uli Busch

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