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Pril verärgert die Facebook-Mitmach-Designer
Die Idee scheint genial, immer mehr Unternehmen beteiligen die User bei der Entwicklung von Produkten, sichern sich damit deren Aufmerksamkeit und wirken aufgeschlossen und kommunikativ. Doch solche Aktionen müssen gut geplant sein, sonst können sie auch zum Verdruss der Teilnehmer führen, wie gerade bei der Henkel-Marke Pril geschehen.
Henkel hat per Facebook ein neues Design für seine Pril-Flaschen gesucht, über 50.000 Designs wurden eingereicht. Die zwei Gewinner-Design werden am 19. Mai gekürt. Die Abstimmung löste allerdings einigen Unmut bei den Teilnehmern aus. Denn während die Abstimmung lief, änderte Henkel die Modalitäten und schaltete eine Jury zwischen. Sie schloss die Designs mit "anstößigem, ethisch oder moralisch nicht vertretbarem Inhalt" von dem Wettbewerb aus. Außerdem wurden angeblich gefälschte Stimmen gelöscht. User, die sich darüber auf der Pril-Pinnwand beschwerten, beklagen nun gelöschte Kommentare. "Pril löscht wohl fleißig alles, was sie nicht gern hören wollen! Nie wieder Pril!" schimpft ein Teilnehmer. Sachlich bleiben, bittet unterdessen der Spülmittelhersteller und versucht, die Wogen zu glätten.
Aus den zehn Designs, die von den Usern die meisten Stimmen erhielten, will Pril die zwei besten wählen und produzieren lassen. Allerdings gab es offenbar kurz vor Ende der Abstimmung noch Verschiebungen in der Rangliste, die auf gelöschte Stimmen zurückzuführen sind. Anstatt Mitmach-Euphorie gibt es bei den Usern daher vielfach Frust.
Mozart Redakteur









