Sammelklage gegen Facebook
Das weltweit größte Social Network muss sich gegen eine Sammelklage wegen Bereicherung wehren. Das berichtet die Financial Times Deutschland in ihrer heutigen Ausgabe.
Das Freunde-Netzwerk Facebook muss sich gegen eine Sammelklage wegen Bereicherung wehren. Einige Nutzer werfen dem Internetportal vor, bei Onlinespielen Kreditkarten ohne Zustimmung der Inhaber belastet zu haben. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" ("FTD"). Die Klage, die vergangene Woche eingereicht wurde, richtet sich gleichzeit gegen Zynga, den Marktführer bei Onlinespielen.
Die Kläger werfen Facebook laut "FTD" irreführende Angebote vor. Bei Spielen auf dem Social Network können die Spieler virtuelles Geld verdienen, indem sie Testangebote nutzen. In vielen Fällen, so der Vorwurf, stimmen die Spieler dabei aber unbewusst Kreditkartenbelastungen zu.
In der Klage gegen Facebook und Zynga wird das Beispiel von Rebecca Swift genannt. In einem Onlinespiel von Zynga willigte sie ein, ein homöopathisches Mittel "ohne Risiko zu testen". Laut Angebot sollte man die Bestellung binnen 15 Tagen stornieren können und in diesem Fall lediglich 6 Dollar Versandgebühr bezahlen müssen. Nachdem Swift stornieren wollte, habe man ihr zunächst 80 Dollar in Rechnung gestellt. Zwei Wochen später seien weitere 86 Dollar berechnet worden. Bei Facebook heißt es - so die "FTD"-Autoren - man sei nicht haftbar, weil die Angebote von einem externen Netzwerk aus verwaltet worden seien.