Störfall Facebook: Die Atom-Initiative im Social Web
Er hat einen der härtesten Jobs im Social Web: Stefan Balazs. Der RWE-Kommunikator ist der erste und bislang einzige Facebook-Fan der umstrittenen Promi-Initiative "Energiezukunft-für-Deutschland".
Er hat einen der härtesten Jobs im Social Web: Stefan Balazs. Der RWE-Kommunikator ist Facebook-Fan der umstrittenen Promi-Initiative "Energiezukunft-für-Deutschland".
In der klassischen Werbung hat die Atomkraft-Initiative nichts dem Zufall überlassen. Auch die begleitende PR muss gut funktioniert haben - so erschien fast zeitgleich mit den Print-Anzeigen in der "Welt am Sonntag" ein Porträt von Deutschlands oberstem Auto-Lobbyisten Matthias Wissmann ("Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom"), einem der ersten Unterzeichner des "Energiezukunft"-Manifests.
Im Internet tut sich das prominente Aktionsbündnis aber noch schwer. Die Website http://www.energiezukunft-fuer-deutschland.info ist zwar freigeschaltet, dort können auch Unterstützerunterschriften abgegeben werden. Bis Montagnachmittag sind allerdings erst rund 2600 zusammengekommen. Betreut wird der Auftritt vom Kommunikationsteam des Energie-Konzerns RWE in Essen.
Dort arbeitet auch Stefan Balazs, der RWE-Experte für Online-Kommunikation. Balacz engagiert sich beim Facebook-Auftritt der Initiative. Am Montagnachmittag (Stand 16 Uhr) war er der einzige Fan. Ein Facebook-Link auf der Website listet allerdings rund 400 Onliner auf, die deren Inhalt geteilt haben. An der Kampagne für "Energiezukunft Deutschland" war Jung von Matt, Hamburg, beteiligt. JvM-Vorstand Karen Heumann betonte gegenüber W&V Online, man habe lediglich "die Printanzeige layouttechnisch überarbeitet".