Online-Mediaplanung
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Studie: TV und Online kommen sich näher
Die Konvergenz zwischen TV und Online wird schon seit Jahren beschworen – jetzt scheint die Zeit reif zu sein. Ein Drittel der 14- bis 64-Jährigen nutzen das Internet über zwei Stunden täglich. 70 Prozent von ihnen sehen zusätzlich mehr als zwei Stunden am Tag fern. Filme und Fernsehangebote on Demand werden bisher von vier Prozent der 14- bis 64-Jährigen genutzt. Unabhängig davon, ob die Programme über die Set Top Box des Fernsehers oder mit dem Computer über das Internet angefordert werden: In allen Altersgruppen ist der Fernseher das mit deutlichem Abstand bevorzugte Endgerät. Die Programme für das persönliche Fernsehprogramm bezieht mittlerweile ein Drittel der 14- bis 64-Jährigen über einen digitalen Empfangsweg (32 Prozent). Das sind Ergebnisse des TNS Convergence Monitor 2008.
Triple Play, also das Komplettpaket aus Fernsehen, Telefon und Internetbreitbandanschluss, nutzen drei Prozent der 14- bis 64-jährigen Bundesbürger. Weitere 14 Prozent zeigen Kaufbereitschaft. Insgesamt 35 Prozent der 14- bis 64-Jährigen sehen durch das beschriebene Angebot ihre Bedürfnisse bezüglich Fernsehen, Internet und Telefon vollständig oder weitgehend erfüllt und sind damit für Triple Play-Angebote offen und erreichbar.
IPTV, das Fernsehen auf Basis des Internet-Protokolls (IP), nutzen bisher lediglich 0,6 Prozent bzw. ca. 200.000 Haushalte. Weitere sieben Prozent zeigen sich an dieser Technologie interessiert. Die TNS-Experten sehen als realistisches Potenzial bis Ende 2009 eine Haushaltsabdeckung in Deutschland von bis zu drei Prozent. Die wichtigsten Hindernisse für IPTV sind mangelnde Kenntnisse über die damit verbundenen neuartigen Nutzungsmöglichkeiten, zu befürchtende Mehrkosten sowie die noch beschränkten Zugangsmöglichkeiten.
Das Handy ist einer der Vorreiter für Konvergenz. Die mobilen Telefongeräte vereinen immer mehr Funktionen, die früher nur mit separaten Endgeräten möglich waren. Dass diese Funktionen auch intensiv genutzt werden, belegt der TNS Convergence Monitor: Funktionen wie das Fotografieren werden von 56 Prozent genutzt, 27 Prozent hören mit dem Handy Musik, 18 Prozent machen von der E-Mail-Funktion Gebrauch und zwölf Prozent nutzen mobil das Internet. Die Idee des Fernsehens mit dem Handy stößt allerdings in der Bevölkerung noch auf große Skepsis. Nur 1,6 Prozent der 14- bis 64-Jährigen zeigen hierfür überhaupt ein Kaufinteresse. Viele können sich TV auf dem kleinen Display ihres Handys kaum vorstellen. Häufig werden der generelle Nutzen angezweifelt und die Kosten gescheut.
Redaktion Redakteur




