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Harald Fortmann

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AdAudience heißt das von Frank Herold geführte Joint Venture.
AdAudience heißt das von Frank Herold geführte Joint Venture.

Targeting-Joint-Venture geht als AdAudience an den Start

veröffentlicht am 25.01.2010 um 12:01 Uhr · Digital · Artikel

Das neue Targeting-Joint-Venture der Vermarktungshäuser G+J Electronic Media Sales (EMS), IP Deutschland, SevenOne Media und Tomorrow Focus wird unter dem Namen AdAudience agieren. Das wurde am Montag in München bekannt gegeben. Die vier Partner halten jeweils gleiche Anteile an der neu gegründeten Firma. Als technischer Dienstleister hat sich Wunderloop durchgesetzt.

Frank Herold, bisher Direktor Sales im Bereich Interactive der IP Deutschland, wird Geschäftsführer von AdAudience. "Dank AdAudience können Werbungtreibende und Agenturen nun hohe Reichweiten in spitzen Zielgruppensegmenten und in Qualitätsumfeldern aus einer Hand buchen“, sagt Herold.

Die Partner werden einen vereinbarten Teil ihres Online-Werbe-Inventars durch die neue Gesellschaft vermarkten lassen. Vom Start weg wird die Firma, die bisher unter dem Arbeitstitel Mars bekannt war, rund 75 Prozent der deutschen Online-Nutzer erreichen. Basis sind anonymisierte Userprofile, die eine verfeinerte Zielgruppenansprache über ein Targeting-System erlauben. Das Portfolio der Gesellschaft wird daher nicht aus einzelnen Sites, sondern aus Zielgruppen-Paketen bestehen: Neben sogenannten Top Target Groups, die durch ihre Marktrelevanz bestimmt sind, wird es Kombinationen aus drei demografischen Kriterien als Package geben. Daneben sollen Kunden und Mediaagenturen individuelle Angebote für bestimmte Zielgruppen gemacht werden.

Zum Start ist die Schaltung von Rectangles, Skyscrapern und Superbannern – letztere auch in der expanded-Version geplant. Zukünftig wird AdAudience aber auch neue, exklusive Werbeformate entwickeln und vermarkten. Das Surfverhalten der User wird über alle Sites der beteiligten Vermarkter anonymisiert ermittelt und von einem Targeting-Dienstleister ausgewertet und an Mars weitergereicht. Dieser wird dann auch Werbepakete vermarkten. Ein Zugriff jedes Vermarkters auf die Profile der anderen ist dadurch ausgeschlossen.

Aber mit Blick auf das Kartellamt hat AdAudience auch einiges ausgeschlossen. Etwa Video-Werbung. Hierbei dürfte die Tatsache eine Rolle spielen, dass mit RTL (IP) und ProSiebenSat.1 (SevenOne) die zwei größten europäischen TV-Konzerne mit an Bord sind. Ausgenommen ist auch jede Form des personalisierten Direktmarketings.

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