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WAZ-Gruppe: "Westen" wird kein Boulevard-Portal
Das Nachrichtenportal „Der Westen“ steht vor umfassenden Veränderungen. Die von der Essener WAZ-Mediengruppe betriebene Onlineseite werde „in den nächsten Monaten relauncht“, betätigte ein Verlagssprecher gegenüber W&V Online. Er dementierte in diesem Zusammenhang jedoch Meldungen, nach denen „Der Westen“ zu einer Boulevard-Plattform umpositioniert werden könnte. "Der Westen wird kein Boulevard-Portal", betont der Sprecher. Dies hatten am Dienstagmorgen verschiedene Blogs unter Berufung auf eine WAZ-Mitarbeiterversammlung berichtet.
Laut ihrem Sprecher will die WAZ stattdessen „den ,Westen’ noch stärker als regionales Portal positionieren“. Außerdem soll die Redaktion enger an den Print-Newsdesk der vier nordrhein-westfälischen Tageszeitungen der WAZ-Gruppe rücken. Hierzu werde die „Westen“-Redaktion“ in neue Räume ziehen. Print und Online werden so künftig an einem Desk produziert. Seit dem Weggang der bisherigen Onlinechefin Katharina Borchert ist WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz auch für das Online-Portal zuständig. Einzelheiten des Relaunchs stehen laut dem Sprecher noch nicht fest. Diese sollen jetzt in Arbeitsgruppen erarbeitet werden.
Im Rahmen des Umbaus muss das Online-Portal außerdem sparen. 6,8 Stellen werden eingespart, bestätigt der WAZ-Sprecher. Der Stellenabbau werde ohne Kündigung und nur „durch Fluktuation“ realisiert.
Das 2007 gestartete Internet-Portal hatte bislang die hoch gesteckten Erwartungen des Essener Verlagskonzerns nicht erfüllen können. Bei den Reichweiten ist es dem Westen bislang nicht gelungen, am Hauptkonkurrenten "RP Online" vorbeizuziehen. Außerdem verdient das Webportal bislang kein Geld, wie WAZ-Chef Christian Nienhaus unlängst in einem W&V-Interview bestätigte. (tn/lr)
Nötting Redakteur











