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Wikileaks-Gründer Assange plant TV-Sendung
Der umstrittene Wikileaks-Gründer Julian Assange hat den Start einer eigenen Fernsehshow mit Interviews mit "politischen Akteuren, Denkern und Revolutionären" angekündigt. Die Ausstrahlung soll Mitte März beginnen, wie Wikileaks mitteilt. Geplant sind demnach zehn Folgen. Sie sollen jeweils eine halbe Stunde dauern. Wikileaks macht noch keine Angaben darüber, welche Sender die Show zeigen werden. Fest steht indes: Das Spektakel wird auch im Internet zu sehen sein. Die offenbar verantwortliche Produktionsfirma Quick Roll Productions hat bisher keine Stellungnahme abgegeben.
Offenbar braucht Assange wieder Geld - zumindest ist das im vergangenen Jahr so gewesen, als bei Ebay ein Essen mit dem Wikileaks-Gründer versteigern worden ist. Die Enthüllungsplattform hat sich über Spenden finanziert. Nach der Veröffentlichung von US-Geheimakten im Jahr 2010 und Ermittlungen gegen Assange stoppten allerdings Visa und Mastercard sowie Paypal die Überweisungen an Wikileaks.
Julian Assange wehrt sich derzeit in einem Berufungsverfahren gegen eine mögliche Auslieferung von Großbritannien nach Schweden. Dort wird ihm vorgeworfen, im August 2010 mit zwei Schwedinnen ohne deren Einwilligung ungeschützten Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Assange bestreitet dies nach wie vor. Sein Umfeld fürchtet, dass der 40-jährige Australier von Schweden aus an die USA ausgeliefert werden könnte. Wikileaks hat unter anderem durch die Veröffentlichung vertraulicher US-Diplomatendepeschen den Zorn Washingtons auf sich gezogen.
Schwegler Redakteur









