ZDF hegt mit Produzenten kommerzielle VoD-Pläne
Die Produzenten und das ZDF denken an eine gemeinsame kommerzielle Abrufplattform im Internet.
Das ZDF hegt neue kommerzielle Online-Pläne. Hintergrund ist, dass die Allianz Deutscher Produzenten Film & Fernsehen und das ZDF in ihren neuen "Eckpunkten der vertraglichen Zusammenarbeit“ vom Dienstag neben der Erlösbeteiligung für Produzenten und die Rechteverwertung bei Auftragsproduktionen die Video-on-Demand-Angebote separat geregelt werden. Überdacht wird eine gemeinsame kommerzielle Plattform, auf der nicht-exklusive VoD-Rechte eingebracht werden und gegen Entgelt abgerufen werden sollen. Damit wäre das ZDF auch in der Lage, nach Ablauf der staatsvertraglich geregelten Abrufzeiten von eigenen Produktionen auf der Senderseite auf einer zusätzlichen Plattform Filme oder Serien auch nach der Sieben-Tage-Frist zu zeigen.
Wie die "FTD“ amm Donnerstag schreibt, würde das Portal von der kommerziellen Tochter ZDF Enterprises betrieben werden. Über Enterprises werden beispielsweise schon jetzt ZDF-Produktionen an das 1&1/ProSiebenSat.1-Joint-venture Maxdome verkauft und dort auf Abruf angeboten. Die Plattform soll nach Aussagen von ZDF-Programmchef Thomas Bellut offen für andere Partner sein.
Das Projekt könnte ein ähnliches Vorhaben zwischen RTL und ProSiebenSat.1 torpedieren. Sie lassen derzeit von den Kartellbehörden prüfen, ob eine gemeinsame offene TV-Plattform im Internet machbar ist. Wenn ja, dann wollen die beiden TV-Konzerne eine GmbH zum Betrieb der Plattform gründen. Das Angebot an sich soll allen Sendern offen stehen.