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Bundesagentur für Arbeit startet Viral-Spot
Das Viral der neuen Ausbildungskampagne der Bundesagentur für Arbeit (BA) spielt mit den Klischees der Casting- und „Deutschland-sucht-den-Superstar“-Welt, in der Nobodys über Nacht zu Everybodys Darling werden.
Ist es ein schöner Traum? Oder ein Albtraum? Überall, wohin du dich hinwendest, siehst du dein Gesicht. Auf Citylights. Plakaten. Dem Cover der „Bravo“. Verlässt du den Fahrstuhl, stehst du vor einer Wand aus Fotografen, die dich „abschießen“.
Wer will, kann sein Bild auf der Website www.ich-bin-gut.de hochladen und das Viral mit dem eigenen Gesicht bestücken und verschicken. „Die Botschaft ist: Ich bin gut“, erklärt der BA-Marketingchef Carsten Heller. Seit Jahren bemüht sich der Marketingmanager, das graue Image der größten deutschen Bundesbehörde aufzuhellen. Nicht als Behörde, die Arbeitslose verwaltet, soll die BA wahrgenommen werden, sondern als fordernder, fördernder und hochkompetenter Partner in Sachen Job und Ausbildung. Dabei spielen die Nürnberger bei der Azubi-Kampagne die Medienklaviatur rauf und runter, es gibt die Website, die als zentrale Plattform fungiert, dazu fünf Funkspots, Printanzeigen, jede Menge Online-Werbung, ein Gewinnspiel oder Medienkooperationen.
Man wolle die Jugendlichen aktivieren, sich frühzeitig um Ausbildung und Beruf zu kümmern, so Heller. Dies geht nur, so das Kalkül der Planer, wenn man die Kids zeitgemäß auf den Medienkanälen anspricht, die sie nutzen. Die Kreation stammt von der Hamburger Agentur KNSK, die in diesem Jahr nach einem Pitch in den BA-Agenturen-Pool aufgenommen wurde. Die Media-Arbeit kommt von Mediaplus, München. Wie die Jobsuche braucht auch die Kampagne einen langen Atem. Sie läuft zwei bis drei Jahre.
Wieking Redakteur

