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Einstellungen ohne Vorbehalt
Eine Unternehmenskultur, in der die Chancengleichheit an erster Stelle steht: Darum bemüht sich Mydays-Chef Fabrice Schmidt. Zusammenhalt, aber auch Leistungswille sind für den Managing Director des Geschenke-Dienstleisters die Voraussetzung für Motivation: „Bei uns sollen die Mitarbeiter beider Geschlechter gleich behandelt werden und die gleichen Bedingungen für eine Karriere finden.“ Und so beteiligt sich der Münchner Firmenchef an einem Pilotprojekt der Antidiskriminierungstellte des Bundes (ADS) zu anonymisierten Bewerbungsverfahren, das im Herbst startet.
Neben MyDays unterstützen die Deutsche Post, die Deutsche Telekom, das Kosmetikunternehmen L’Oréal und Procter & Gamble die Aktion. Die beteiligten Unternehmen werden ein Jahr lang Bewerbungen ohne Foto, Namen oder Angaben über Alter, Geschlecht, Herkunft und Familienstand ausschreiben und bearbeiten. Das Pilotprojekt wird während der gesamten Dauer wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.
Wie der Ablauf des anonymisierten Bewerbungsverfahrens in der Praxis beziehungsweise die Detailplanung genau aussieht, darüber tauscht sich die Personabteilung von Mydays in den nächsten vier Wochen mit den anderen Aktionsteilnehmern aus. Fabrice Schmidt betrachtet die Maßnahme auch als „einen Test der eigenen Authentizität“. Zurzeit beschäftigt der Dienstleister 65 Angestellte, in der Holding insgesamt sind es etwa 100. In Deutschland werden 2011 rund zehn neue Stellen ausgeschrieben, die auf anonymisierte Bewerber warten.
Stephan Redakteur

