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Führungspersonal der Verlage soll weiblicher werden
Die Führungsetagen deutscher Verlagshäuser werden weiblicher. Die Unternehmen wollen den Anteil von Frauen im Verlagsbereich weiter ausbauen. Dies ergibt eine W&V-Umfrage. Bei dem Hamburger Zeitschriftenhaus Gruner + Jahr ist der Anteil von Frauen in Führungspositionen derzeit mit 30 Prozent wohl am höchsten. Er soll in der Zukunft noch weiter steigen. Eine Zielvorgabe macht das Medienhaus aber nicht. Im Verlagsmanagement sitzen unter anderem Julia Jäkel (G+J Exklusive & Living) und Ingrid Haas (G+J Wirtschaftsmedien).
Etwas darunter liegt der Frauenanteil beim Münchner Verlagshaus Hubert Burda. Er bewegt sich bei 23 Prozent und soll ebenfalls in den nächsten Jahren wachsen. Legt man hingegen laut Burda die Definition von Führungskräften nach dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zugrunde, beziffert das Zeitschriftenhaus den Anteil sogar bei 27 Prozent. Besonders hoch ist bei Burda der weibliche Anteil im journalistischen Bereich. Rund die Hälfte der Chefredaktionen befinde sich in den Händen von Frauen, heißt es. Prominentes Beispiel ist die „Bunte“-Chefredakteurin Patricia Riekel.
Bei der Essener WAZ-Gruppe ist nach den Worten des Leiters Personalmanagement, Joachim Kopatzki, die Frauenquote „vergleichbar mit der ähnlich großer Unternehmen“. Zahlenangaben macht der Konzern nicht.
Das Berliner Zeitungshaus Axel Springer bewegt sich eher am unteren Ende der Skala. Vorstandschef Mathias Döpfner hat aber jüngst angekündigt, den Anteil von Frauen in Führungspositionen in den nächsten fünf bis acht Jahren von aktuell 16 auf 30 Prozent zu verdoppeln.
Die Hamburger Bauer Media Group wollte sich nicht äußern, obwohl mit Yvonne Bauer eine Vertreterin der Eigentümerfamilie Mitglied der Geschäftsführung ist. Die Verlage sind zudem bereit, mehr für die Frauenförderung zu tun. Unter anderem bietet Gruner + Jahr seit mehreren Jahren ein spezifisches Coaching zum Thema „Frauen in Führungspositionen“ an.
Lipinski Redakteur

