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Westpress-Studie untersucht Wirkung von Stellenanzeigen
Der aktuelle Media-Leistungstest von Westpress zeigt: Online-Stellenanzeigen ersetzen Print nicht.
Totgesagte leben länger – diese Weisheit bewahrheitet sich gerade im Recruting. Wer noch vor einigen Jahren die Stellenanzeigen in Zeitungen und Fachmagazinen für tot erklärt und auf Online-Jobbörsen gesetzt hat, muss jetzt erkennen: Wie so oft macht es die richtige Mischung. Anders gesagt: Online-Stellenanzeigen generieren zwar die meisten Bewerbungen, aber die qualitativ höherwertigen kommen von Print.
Dieses Ergebnis zeigt der aktuelle Media-Leistungstest, den Westpress 2004 zum ersten Mal durchgeführt hat und jetzt aktuell in einer zweiten Ausgabe vorlegt. Dafür hat die Werbeagentur den Response auf Stellenanzeigen unter die Lupe genommen: Und zwar auf 14 Online-Portalen (acht Generalisten wie jobware, stepstone & Co. sowie sechs Spezialisten wie academics.de) und auf 15 Printtiteln (Generalisten wie „Der Tagesspiegel“ und Spezialisten wie das „Deutsche Ärzteblatt“). Zehn Stellenausschreibungen von der W3-Professur bis zum Fachkrankenpfleger wurden mit einer speziellen Chiffrenummer versehen, sodass sich Bewerbungen genau zurückverfolgen ließen. Diese hat Westpress anschließend klassifiziert in A (sehr gut), B (gut) und C (nicht geeignet).
Das Resultat würde Christian Hagedorn, Geschäftsführer von Westpress, so interpretieren: „Alle Kanäle machen je nach Teilbereich und Aufgabe Sinn – Online wird also Print nicht verdrängen. Allerdings sind die Möglichkeiten für Personalmarketingexperten feiner geworden, weil sie jede Zielgruppe spezifisch bedienen können.“ Konkret: Für den Oberarzt brachte der Fachtitel die besten Ergebnisse, für die Fachkrankenschwester das Fachportal, für den Einkaufsleiter der Stellenteil einer Tageszeitung und für den Vertriebsleiter die Jobportale.
Nachdem im Zuge der letzten Wirtschaftskrisen immer mehr Stellenanzeigenbudgets ins Netz verlagert wurden, müssen die Verantwortlichen jetzt umdenken – besonders angesichts des heute schon beginnenden Fachkräftemangels. „Für Leitungspositionen und höhere akademische Stellen erzielt der Printstellenmarkt die besseren Ergebnisse“, sagt Hagedorn. Und die Anzeigen unterstützten zudem das Employer Branding.
Autor: Raoul Fischer
Stephan Redakteur





