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Aldi Süd stellt Tageszeitungen auf den Prüfstand
Die Zeitungsbranche muss um ihren wichtigsten Anzeigenkunden zittern: Aldi Süd prüft offenbar den Ausstieg aus der klassischen Print-Werbung. In Baden-Württemberg testet der Discounter derzeit die Alternative Haushaltswerbung. Wie die "Lebensmittel-Zeitung" berichtet, landen die Aldi-Angebote dort direkt in die Briefkästen der Kunden, teilweise in Kombination mit Anzeigenblättern. Das berichtet die "Lebensmittel Zeitung". Gleichzeitig wurde die herkömmliche Werbung in 13 Regionalzeitungen ganz oder teilweise zurückgefahren.
Derartige Tests seien allerdings nicht ungewöhnlich, weiß die Branche. Der Aldi-Konzern ist in Regionalgesellschaften aufgegliedert, die jeweiligen Gebietsleiter versuchen von Zeit zu Zeit Veränderungen im Marketing-Mix. Wie zu hören ist, hat Aldi-Konkurrent Lidl im Raum Stuttgart vor kurzem einen ähnlichen Test absolviert. Dieser sei nun aber abgeschlossen, seit rund einem Monat würden nun auch wieder Anzeigen in den Tageszeitungen gebucht.
Aldi Nord und Süd gab laut Nielsen im Jahr 2009 knapp 379 Millionen Euro – die Gruppe war damit bei Zeitungsanzeigen der mit Abstand größte Werbungtreibende vor Lidl (275 Millionen Euro) und Media-Saturn (249 Millionen). Letztgenannter wirbt aber oft mit Zeitungsbeilagen, die nicht in die Statstik eingehen.
Standard bei den Aldi Nord und Süd, die außer Zeitungen fast nur in Anzeigenblättern werben, sind zwei meist einseitige Inserate zu Wochenbeginn und zur Wochenmitte, um die zu diesem Zeitpunkt jeweils neuen Sondersortimente zu bewerben. 2009 waren außer der Reihe an anderen Tagen weitere Inserate dazu gekommen, weil der Preiskampf zwischen den einzelnen Discountern besonders heftig tobte.
Pauker Redakteur













