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Außenwerber beenden Zusammenarbeit mit GfK
Nach monatelanger Diskussion haben die im Fachverband Aussenwerbung (FAW) organisierten Unternehmen beschlossen, sich von ihrer bisherigen Währung, dem G-Wert, zu verabschieden. Dieser gibt an, wie viele Passanten sich an ein Plakat erinnern können. Auf einer Sitzung hat sich die Branche darauf verständigt, den noch bis Ende des Jahres laufenden Vertrag mit der GfK, die den G-Wert für die Außenwerbefirmen erhebt, nicht mehr zu verlängern.
Stattdessen wollen die Außenwerber künftig mit den Daten der Media-Analyse Plakat (MA) arbeiten, die ebenfalls Plakatkontakte erhebt, und damit deren K-Wert übernehmen. „Wir haben zwei verschiedene Währungen im Markt“, beschreibt Andreas Paul, Chef der Plakatunion, die bisherige Situation. „Beide werden auf nahezu gleicher Basis erhoben.“ Grundlage für beide Modelle sind Frequenzzahlen sowie Angaben zur Sichtbarkeit der Fläche. Tatsächlich hatte dies Nebeneinander zuletzt für wachsenden Unmut gesorgt. Denn häufig wiesen die beiden Währungen für den identischen Standort unterschiedlich hohe Angaben aus. „G-Wert und MA haben relativ schlecht korreliert“, so Michael Hofsäss, Director Client Services bei Universal McCann. Die Höhe des G-Wertes war aber in der Preisgestaltung ausschlaggebend, weshalb Agenturen gern Stellen buchten, die einen hohen MA-Wert, aber einen niedrigen, weil günstigen G-Wert auswiesen.
Bis Mitte des Jahres soll in der AG.MA ein Validierungsverfahren durchgeführt werden, um zu prüfen, wo der K-Wert eventuell noch nachjustiert werden muss. Das könnte zwar den finanziellen Aufwand leicht erhöhen. Branchenteilnehmer rechnen aber damit, dass die Kündigung der GfK dem FAW eine Menge Geld sparen wird.
van Rinsum Redakteur













