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BDI-Studie: Vernetzung von Branchen immer stärker gefragt

BDI-Studie: Vernetzung von Branchen immer stärker gefragt

veröffentlicht am 06.02.2012 um 14:30 Uhr · Media & Marktforschung · Artikel

Die deutsche Industrie muss sich auf fundamentale Veränderungen einstellen, so die Studie Deutschland 2030 – Zukunftsperspektiven der Wertschöpfung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). Dazu gehört auch die zunehmend wichtigere Vernetzung über Branchengrenzen hinweg.

Fortschritt und Wettbewerbsfähigkeit würden nur dann sicher bleiben, wenn jeder Beteiligte Kooperationen mit Partnern aus ihm fremden Branchen und Disziplinen eingehe, sagt Dieter Schweer, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des BDI, erfolgreich werde nur derjenige sein, dem es gelinge, für die Zukunft neue Allianzen zu schmieden. Entscheidend sei eine offensive Vernetzung – sowohl innerhalb traditioneller Branchen wie mit neuen Branchen, verdeutlicht Schweer.

Folgende technologischen, ökonomischen und sozialen Brüche erwarten die Analysten bis 2030 – und zeigen mögliche Szenarien hinsichtlich Wertschöpfung und Auswirkung auf die Arbeitsplätze in Deutschland auf:

  • Im Gesundheitssystem führten Trends wie intelligente Informations- und Kommunikationsdienstleistungen sowie Innovationen in der Telemedizin oder gesunde Ernährung zu fundamentalen Veränderungen.
  • Beim Thema Mobilität sei es mit Elektrofahrzeugen allein nicht getan. Notwendig seien unterstützende Kommunikations-, Produktions- und Energieinfrastrukturen sowie grenzüberschreitende Mobilitäts- und Abrechnungsangebote für neue Dienstleistungen und Produkte.
  • Das Internet sowie software-intensive Systeme wüchsen zusammen, prognostizieren die Analysten. Diese Konvergenz ermögliche innovative Dienste und Wertschöpfungsketten. Praktische Anwendungen seien das Smart Grid in der Stromversorgung, die globale Vernetzung der Produktion und der Warenlogistik unterschiedlicher Hersteller oder die Verkehrssteuerung.
  • Die staatliche Forschungsförderung müsse sich neuen Anforderungen anpassen – Stichwort Zukunftsoffenheit. Die generelle steuerliche Forschungsförderung, die unabhängig von vordefinierten Projekten greife, sei eine sinnvolle Antwort auf erwartbare Disruptionen.
  • Die Politik müsse stärker ressortübergreifend koordinieren und die Vernetzung von Politikfeldern mit parlamentarischer Unterstützung institutionalisieren, um den Wandel erfolgreich mitzugestalten. Bei komplexen Projekten wie der Energiewende bedürfe es einer professionellen Organisationsstruktur.

Die Studie kann beim BDI kostenlos heruntergeladen werden.

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