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Die Zahl der Online-Shopper in Deutschland wuchs 2009 laut GfK um zwei Millionen auf über 34 Millionen Käufer..
Die Zahl der Online-Shopper in Deutschland wuchs 2009 laut GfK um zwei Millionen auf über 34 Millionen Käufer..

Kauffreude der Onliner wächst

veröffentlicht am 30.03.2010 um 12:30 Uhr · Media & Marktforschung · Artikel

Gut 80 Prozent der Deutschen zwischen 14 und 69 Jahren nutzten im vergangenen Jahr das Internet, 60 Prozent – das sind über 34 Millionen – haben mindestens einmal Waren oder Dienstleistungen über das Web erworben. Ein Jahr zuvor waren es erst rund 32 Millionen Online-Shopper gewesen. Das besagt eine aktuelle Erhebung der GfK. In der Käuferzahl enthalten sind 15,2 Millionen Online-Bucher von Reisen sowie 7,9 Millionen Männer und Frauen, die Produkte über das Internet bei Privatpersonen erworben haben.

Gekauft werden laut GfK nach wie vor am häufigsten Bücher: Die Forscher ermittelten hier rund 14,9 Millionen Online-Shopper. Das Produktsegment Bekleidung animierte 14,7 Millionen Surfer zum Kauf, Veranstaltungs-Tickets wurden von 12,5 Millionen erworben. Es folgen Tonträger (8,5 Millionen Käufer) sowie Hotelübernachtungen (7,4 Millionen). Steigende Nachfrage verzeichneten vor allem Bücher, Veranstaltungs-Tickets und Bekleidung – die Zahl der Käufer wuchs hier jeweils um mehr als zwei Millionen. Der prozentuale Online-Shopper-Zuwachs war bei Autos, Autozubehör, Weißer Ware und Nahrungsergänzungsmitteln besonders hoch. Meistgenutzte Einkaufsplattform der Shopper ist laut GfK Ebay.de mit 20,3 Millionen kauf-aktiven Nutzern. Rege besucht sind daneben Amazon.de (19,4 Mio.), Otto.de (7,7 Mio.) Weltbild.de (5,9 Mio.) und Tchibo.de (5,6 Mio.). Nicht mehr unter den Top-Sites findet sich das insolvente Versandhaus Quelle.

Wachstumspotenziale sieht die GfK nicht zuletzt bei 50- bis 69-Jährigen Onlinern. Von ihnen tummeln sich bislang zwar erst 60 Prozent im Web und 40 Prozent fallen unter die Online-Shopper. Die Zuwachsraten in dieser Altersgruppe seien aber überdurchschnittlich groß, heißt es bei der GfK. Von dieser Zielgruppe profitieren könnten den Nürnbergern zufolge die Märkte Mietwagen, Computer sowie Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel.

Auch eine soeben vorgestellte Untersuchung von Gallup im Auftrag des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) befasst sich mit Online-Shopping. Demnach haben 53 Prozent der Deutschen binnen Jahresfrist mindestens ein Mal im Web etwas geordert. Werden diejenigen ausgeblendet, die das Web nicht nutzen, so sind es 70 Prozent der Onliner. Die Deutschen zählen damit europaweit zu den eifrigsten Shoppern im Internet. Das Web lässt zudem andere Bestellwege weit hinter sich zurück: Per Telefon Waren oder Dienstleistungen bestellt hat etwa jeder vierte Bundesbürger, den Postweg nutzten 37 Prozent der Bevölkerung. Über alle Bestellwege hinweg zählen 77 Prozent der Bevölkerung zu den sogenannten Distanzkäufern. Der Anteil ist damit höher als in jedem anderen Land.

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