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Martin Krapf: "Vox ist im Preis-Leistungsverhältnis ein Schnäppchen."
Martin Krapf: "Vox ist im Preis-Leistungsverhältnis ein Schnäppchen."

Krapf: „Die Zielgruppe 14-49 muss abgelöst werden“

veröffentlicht am 30.08.2010 um 14:00 Uhr · Media & Marktforschung · Artikel

Fernsehen entwickelt sich 2010 gut, und die neu eingeführten -Rabattmodelle von IP Deutschland bewähren sich - sagt IP-Deutschland-Chef Martin Krapf im Interview mit Werben & Verkaufen. Aber er ist unzufrieden mit der Währung, in der Erfolg gemessen wird.

W&V Die Aufregung um die Modelle der TV-Vermarkter hat sich gelegt. In der Branche scheint in diesem Jahr wieder Ruhe eingekehrt zu sein.

Martin Krapf Ja, das glaube ich auch. Das liegt an zwei Faktoren: Im August sind die meisten Gespräche für das aktuelle Jahr gelaufen. Zum anderen ist wieder mehr Berechenbarkeit im Markt eingetreten. Aber wir werden Ende des Jahres sehen, ob das auch so bleibt.

W&V Die IP hat 2009 ihr Vermarktungsmodell verändert. Ihre Bilanz?

Krapf Unser Modell ist im Wesentlichen gleich geblieben. Es gab nur ein paar Veränderungen. Davon wurden vor allem der Universe- und der Intermedia-Rabatt diskutiert. Das meint: wir im Vergleich zu SevenOne Media und TV im Vergleich zu anderen Medien. Mit beiden Themen bin ich rundum zufrieden. Fernsehen entwickelt sich besser als der übrige Werbemarkt. Und die IP schneidet im Vergleich zum gesamten Fernsehmarkt auch da sehr gut ab.

W&V Ziel war auch, die Marktmacht der großen Agenturen einzudämmen.

Krapf Dieses Ziel haben wir nie so formuliert. Mir geht es jetzt darum, dass wir das, was wir für sinnvoll halten, umsetzen können. Ich habe den Eindruck, dass unsere Positionen verstanden worden sind. Insofern bin ich auch hier zufrieden. Der Markt soll vernünftig funktionieren, und Vermarkter, Agenturen oder Kunden sollten sich nicht - wie 2009 - gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben.

W&V Sie wollten weg von der Rabatt- hin zur Qualitätsdiskussion. Ist das gelungen?

Krapf Bis zu einem gewissen Punkt, ja. Es wäre zwar falsch zu sagen, die Rabattdiskussion sei völlig verstummt, aber inzwischen haben auch wieder andere Themen ihren Platz. Über Qualität, um genau zu sein, über Wirkung im Medium Fernsehen, wird wieder mehr gesprochen. Aber Preiswürdigkeit ist eine legitime Position, wenn sie auf der Basis von Leistung geführt wird.

W&V Das Problem von RTL und Vox war: Sie konnten den Erfolg nicht genügend kapitalisieren.

Krapf Das haben wir in Kauf genommen. Es wäre relativ leicht gewesen, den Erfolg in Marktanteilen zu kapitalisieren. Allerdings wäre das zu Lasten der Marktgröße gegangen - hätte man mit Rabatten gegengesteuert, wäre der Markt kleiner geworden. Das halte ich nicht für sinnvoll. Wir bevorzugen eine Entwicklung, die auch länger als ein Jahr andauert. Deshalb sehen wir aufgrund unserer Leistung noch Nachholbedarf für das nächste Jahr.

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