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MA 2010 Radio II: Hördauer wächst
Die täglichen Hörerzahlen in Deutschland bleiben stabil, die Hördauer wächst um sechs Minuten. Das besagen die Eckdaten der MA 2010 Radio II, die eine Woche vor Veröffentlichung der Detailzahlen nun vorliegen. Die Arbeitsgemeinschaft Media Analyse spricht vom "hohen Stellenwert des Mediums Radio im Alltag der Menschen". Demnach hören an einem durchschnittlichen Tag 78,9 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab zehn Jahren Radio. Das sind 58,1 Millionen Personen. Zum Vergleich: In der MA 2010 Radio I hat die Tagesreichweite bei 78,6 Prozent (57,9 Millionen) gelegen.
Die tägliche Hördauer steigt im Schnitt um sechs auf 198 Minuten an einem durchschnittlichen Tag. Dieser Zuwachs gelte für alle gängigen sozio-demographischen Zielgruppen – Jüngere wie Ältere, Auszubildende wie Berufstätige und Rentner. Allerdings wächst die Hördauer der Männer noch deutlich stärker - von 201 auf 210 Minuten täglich. Bei den Frauen nimmt die Hördauer von 183 auf 186 Minuten zu. "Die Veränderungen der Radionutzung sind überwiegend marktbedingt und weniger auf methodische Änderungen zurückzuführen. Zu diesem Ergebnis ist die Technische Kommission in ihrem Prüfauftrag für den Arbeitsausschuss der AG.MA gekommen", heißt es dazu.
"Vor allem die steigende Hördauer in jungen Zielgruppen bestätigt die erfolgreiche Entwicklung des Mediums Radio“, stellt Dieter Müller, Vorstand Radio der AG.MA fest. In der Zielgruppe der Zehn- bis 29-Jährigen steige die Hördauer gegenüber der vorherigen MA um fünf Minuten auf 141 Minuten an. "Damit ist das Vorurteil widerlegt, dass die hohe Internetnutzung junger Zielgruppen zu Lasten des Mediums Hörfunk gehen könnte. Die Zuwächse sind vielmehr ein Indiz dafür, dass Hörfunk und Online als Komplementärmedien hervorragend funktionieren“, so Müller weiter.
Für die MA 2010 Radio II sind insgesamt 65.264 Deutsche und in Deutschland lebende Ausländer mit deutschen Sprachkenntnissen zu ihrer Radionutzung befragt worden.
Schwegler Redakteur














