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PpS wird neue Plakatwährung
Der G-Wert ist Geschichte, die neue Media-Währung der Außenwerber für Einzelstellen wird der "Plakatseher pro Stelle" (PpS). Dies hat der Fachverband Aussenwerbung (FAW) auf seiner heutigen Jahreshauptversammlung in Berlin beschlossen.
Der PpS ist bereits aus der Media-Analyse Plakat bekannt. Er gibt die Kontaktsumme eines Werbeträgers pro Tag an. Die bisherige Währung, der G-Wert, lieferte ebenfalls Hinweise, wie viele Passanten sich an ein Plakat erinnern können. Wie W&V berichtete, hatten die im FAW organisierten Unternehmen im April nach monatelangen Diskussion beschlossen, sich vom 1993 eingeführten G-Wert zu verabschieden. Der noch bis Ende des Jahres laufende Vertrag mit der GfK, die den Wert erhebt, wurde nicht mehr zu verlängert. Mit der Entscheidung für die Währung der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AG.MA) folgte der FAW Forderungen von Kunden nach nur einer Leistungsbewertung für Plakatstellen.
Der PpS zeigt laut AG.MA die Werbemittelkontaktchance an. Grundlage sind Frequenzzahlen sowie Angaben zur Sichtbarkeit der Fläche. Für diese „Sichtbarkeits-Gewichtung“ werden bei der Berechnung der Kontaktwerte qualifizierende Stellenstandort-Parameter berücksichtigt, so die AG.MA.
Ab dem Tarifjahr 2012 soll die Umstellung der Preislisten auf den PpS erfolgen, bis dahin haben die G-Wert-basierten Preise Bestand. Für die Tarifberechnung beschloss der FAW heute außerdem weitere Neuerungen. So sollen künftig "zeitgemäße umfeldbeschreibende Faktoren" einfließen, etwa die Anzahl weiterer Werbeträger im Umkreis von 100 Metern oder das Verhältnis zwischen der Anzahl der Werbeträger und der Zahl der Einwohner am Ort. Auch Consumer-Daten aus anderen Markt-Media-Studien sollen berücksichtigt werden (z.B. VA, TdW usw.). Die neuen Faktoren ersetzen die bisherige Kategorisierung nach Städtegrößenklassen.
Schobelt Redakteur














