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Testmärkte virtuell statt real

Testmärkte virtuell statt real

veröffentlicht am 03.09.2010 um 11:42 Uhr · Media & Marktforschung · Artikel

Testmärkte sind als Instrument der Konsumgüterforschung bei Handel und Herstellern zwar gefragt, oft aber nur unter schwierigen Bedingungen realisierbar. Das Unternehmen Simstore hat deswegen virtuelle Shopping-Umgebungen im Internet entwickelt, in denen schneller, günstiger, flexibler und - wie das Unternehmen angibt - aussagekräftiger das Verhalten der Shopper am POS analysiert werden kann. Weiterer Vorteil: Wettbewerber erhalten keinen Einblick in die eigene Produktentwicklung.

Getestet hat den virtuellen Testmarkt der Getränke-Hersteller Eichbaum, bei dem unter anderem die Marke Karamalz erscheint: "Die Produktion und Quasi-Einführung von Testprodukten ist aufgrund der Vielzahl der damit verbundenen praktischen Konsequenzen und angesichts immer kürzerer Time-to-Market schlicht zu aufwändig, langwierig und teuer. Zudem wollen wir unsere neuen Produkte nicht über Monate den Wettbewerbern in den großen Panelinseln Hassloch oder Bremen auf einem silbernen Tablett präsentieren und damit Me-too-Produkten Tür und Tor öffnen", sagt Marketingleiter Holger Vatter-Schönthal.

Klassische Testmärkte würden sich auf Abverkaufszahlen beschränken und verlangen dabei hohen Logistik- und Kontrollaufwand, heißt es bei Simstore. Damit würden sie jedoch nur einen Blick zurück werfen, aber keine Simulation zukünftiger Marktszenarien erlauben. Virtuelle Shopping-Umgebungen hingegen ermöglichen es, Produkte zu testen bevor sie physisch existieren. Dabei legen integrierte explorative Interviews die Denkstrukturen, Bedürfnisse und Motive der Käufer offen. Dabei werden Kunden per E-Mail aufgefordert, sich an dem Test zu beteiligen und erhalten auf ihrem Desktop dann eine Supermarkt-ähnliche Auswahl an Produkten.

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