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TV-Wirkungstag: TV wirkt jetzt – und auch noch in Zukunft

TV-Wirkungstag: TV wirkt jetzt – und auch noch in Zukunft

veröffentlicht am 22.04.2010 um 16:15 Uhr · Media & Marktforschung · Artikel

Die neuen TV-Technologien geben dem Fernsehen zunehmend mehr Möglichkeiten zur Reaktion bei den Zuschauern. „Das Fernsehen stirbt nicht, es bekommt einfach viele Babies,“ betont die britische TV-Expertin Tess Alps von Thinkbox auf dem TV-Wirkungstag in Frankfurt. Die starke Wirkung beziehe sich auch auf die Werbung: Fernsehspots sorgen schon jetzt für mehr Online-Absatz bei Handelsunternehmen als es reine Internetwerbung könnte. Kein Wunder, meint Alps, dass auch Internetfirmen bei Werbung stark auf das klassische Medium TV zurückgreifen würden. Ihr Appell an die Agenturen und ihre Mediaplanung: ganzheitlich buchen. Alles in allem beschwört Tess Alps die enormen Vorteile, die die rasche Entwicklung der Technologien dem Fernsehen bescheren wird.

Ins selbe Horn stößt der AGF-Vorsitzende Florian Ruckert. Fernsehen werde nicht von den Internet und Mobile verdrängt, sondern vielmehr ergänzt. „Die Nutzung von TV differenziert sich aus“, so der IP-Manager. Der Zuwachs bei der TV-Nutzung entstehe durch die neuen Gelegenheiten – sei es via DVB-T-Stick am PC oder aber über iPad und iPhone. Ruckert verweist auf den wachsenden TV-Konsum, der seine These stützt.

Der AGF-Vorsitzende schränkt indes ein, dass der lineare Empfang von Fernsehen stagnieren dürfte. Ersetzt wird diese Zeit durch „non-lineare“ Zugriffe. Will heißen: Zuschauer nutzen künftig wohl auch verstärkt Festplattenrekorder oder Mediatheken. Dem trägt die AGF seit vergangenem Sommer bereits Rechnung; seither wird die zeitversetzte TV-Nutzung gemessen (siehe Interview mit W&V Web-TV). Ein Fazit: Die Nutzung hat durch die neue Messung um 0,3 Prozent zugenommen. Nun blickt die AGF in die Zukunft; geplant ist, dass auch die Abrufe via Internet und Mediatheken auf die TV-Nutzung einzahlen sollen.

Die GfK beschwört unterdessen den Zusammenhang zwischen werblicher Kommunikation via TV und Kundenbindung – insbesondere bei den wichtigen Stammkunden. Die Nürnberger berufen sich auf eine Analyse der Jahre 2006 bis 2009. Fazit anhand des Vergleichs zweier werbungtreibender Unternehmen aus dem Lebensmittelsektor: Durch 1,8 Mal höhere Ausgaben in TV-Werbung wird bei Stammkunden das zehnfache an Umsatz erzielt. Mehr Pomotions würden dagegen den Umsatz schmälern. Motto: „Promotions machen nicht sexy, TV aber schon.“

Mehr Informationen rund um den TV-Wirkungstag finden Sie in unserem Special.(ps/mt)

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