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Die Zeiten, in denen Werber in der Bevölkerung hohes Ansehen genossen, wie die Figur Don Draper in der Serie "Mad Men", sind lange vorbei.
Die Zeiten, in denen Werber in der Bevölkerung hohes Ansehen genossen, wie die Figur Don Draper in der Serie "Mad Men", sind lange vorbei.

Werber verlieren an Ansehen

veröffentlicht am 08.11.2010 um 12:50 Uhr · Media & Marktforschung · Artikel

Kaum eine Berufsgruppe hat in der Bevölkerung einen so schlechten Ruf wie Werbeprofis. Nur bei 14 Prozent der Bevölkerung genießen Mitarbeiter in einer Werbeagentur „hohes Ansehen“ – Tendenz schrumpfend. Im Jahr 2007 hatte der Wert noch 18 Prozent betragen. Selbst Mitarbeiter der Telekom kommen mittlerweile besser weg als Werber. Ihnen bescheinigen 16 Prozent ein gewisses Ansehen. Anders als 2007 liegen sie nun sogar vor den Werbeprofis.

Das geht aus der aktuellen „Bürgerbefragung öffentlicher Dienst“ hervor, die das Forsa-Institut im Auftrag des dbb Beamtenbund und Tarifunion durchgeführt hat. Die Untersuchung der Spitzenorganisation der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes soll zwar primär das Ansehen des Beamtenstandes ermitteln, sie enthält aber auch andere interessante Erkenntnisse – etwa, dass Marketing in eigener Sacher auch für Werber empfehlenswert sein könnte. Befragt wurden insgesamt 3.002 Bürgerinnen und Bürger.

Noch weniger Respekt als Werbern bringen die Befragten demnach nur Versicherungsvertretern entgegen. Sie kommen nur bei zehn Prozent auf hohes Ansehen. Selbst Politiker stehen in der Umfrage besser da. Journalisten haben immerhin bei 45 Prozent einen passablen Ruf – allerdings verliert auch die Schreiberzunft tendenziell an Ansehen. Am besten kommen in der Studie, wie auch in ähnlich angelegten Untersuchungen, Feuerwehrmänner und Krankenpfleger weg. Am meisten an Renommee eingebüßt haben gegenüber 2007 bundesweit außer Werbern noch Manager und Bankangestellte.

Schlechter als im Westen werden Werber in den östlichen Bundesländern der Republik bewertet. Nicht einmal jeder Zehnte zollt ihnen dort Respekt. Selbst Versicherer stehen noch besser da. Journalisten sind zwischen Ostsee und Erzgebirge ebenfalls etwas weniger angesehen als in den "alten" Bundesländern.

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