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Zeitschriften melden leichte Erholung
Die deutschen Zeitschriftenverlage haben in diesem Jahr ein leichtes Umsatzplus verzeichnet. Dies gab der Verband Deutscher Zeitschrifenverleger (VDZ) am Dienstag in Berlin bekannt. Der Inlandsumsatz der deutschen Zeitschriftenhäuser sei 2010 um rund einen Prozent auf 6,9 Milliarden Euro gestiegen, sagte VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner. Für 2011 rechnet der VDZ mit einem Plus von einem weiteren Prozentpunkt auf sieben Milliarden Euro. Die Zahlen basieren auf der jährlich durchgeführten Herbstumfrage des Verbands unter seinen Mitgliedern.
Am Gesamtumsatz haben die Fachzeitschriften einen Anteil von etwas über drei Milliarden Euro. Die konfessionelle Presse kommt auf einen Gesamtumsatz von knapp 100 Millionen Euro. Nach dem Krisenjahr 2009 ziehe das Anzeigengeschäft wieder an, meldet der Verband. Bis September diesen Jahres wuchsen die Bruttowerbeumsätze der Publikumszeitschriften um vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Fachzeitschriften legten um 1,3 Prozent zu. Derzeit trügen Anzeigen und Vertrieb jeweils 35 Prozent zum Umsatz bei, so die VDZ-Statistik. Die beiden Hauptsäulen ihres Geschäfts sehen die Verlage jedoch auf dem Rückgang. Beide Bereiche werden zusammen bis 2013 nur noch knapp 64 Prozent des Geschäfts ausmachen, prognostiziert der VDZ. Am stärksten - "wenn auch auf niedrigem Niveau" – werden die mobilen Dienste wachsen. Das Online-Geschäft, das heute acht Prozent ausmache, werde auf über elf Prozent ansteigen.
Die Zeitschriftenverlage seien in "deutlich besserer Stimmung als vor einem Jahr", erklärte VDZ-Geschäftsführer Fürstner. Sie hätten eine Perspektive für ihre Rolle im Medienwandel und neue Instrumente entwickelt. Fürstner bekräftigte außerdem die jüngsten politischen Forderungen seines Verbands. So sei ein eigenes Leistungsschutzrecht für die Presse "überfällig". Außerdem forderte Fürstner den Erhalt der Werbefreiheit und der reduzierten Mehrwertsteuer, die auf die digitale Presse ausgedehnt werden müsste. Der VDZ-Geschäftsführer sprach sich für "eine Neubestimmung" des Verhältnisses zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Medien aus. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk könne sich nicht selbst begrenzen, dies gefährde Pressefreiheit und -vielfalt. Die Politik werde ihrer Kontrollaufgabe nicht gerecht.
Nötting Redakteur













