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Burda stellt "Young" und "Tomorrow" ein

Burda stellt "Young" und "Tomorrow" ein

veröffentlicht am 11.02.2009 um 15:15 Uhr · Medien · Artikel

Zunächst aber trennt sich der 46-Jährige von Verlustbringern. Das Pocket-Magazin "Young" und das Internet-Blatt "Tomorrow "werden eingestellt. Zudem lagert der Verlag die Offenburger Schlussredaktion aus. Das Billig-Yellow "Viel Spaß" wird künftig von der Essener Burda-Beteiligung Stegenwaller produziert. Insgesamt fallen 50 Stellen weg. Welte begründet die Maßnahmen mit den drastischen Folgen der Wirtschaftskrise: "Objekte, die schon in Friedenszeiten nur bedingt funktionieren, tun dies erst recht nicht in Kriegszeiten."
"Tomorrow" und "Young" galten bei Burda bereits seit Längerem als Wackelkandidaten. Der Verlag hatte noch Anfang 2008 versucht, "Tomorrow" mit mehr Lifestyle-Themen wieder auf die Erfolgsspur zu bringen. Die Redaktion zog von Hamburg nach Berlin. Doch die Auflage, die zu Hochzeiten der New Economy über 300.000 Hefte betrug, stürzte weiter ab. Zuletzt lag sie bei 56.000 Exemplaren.
Ebenfalls ein Sorgenkind war das Offenburger Monatsmagazin "Young". 2002 als Ableger des Frauentitels "Lisa" gestartet, sollte das Blatt dem älter positionierten Sortiment der Burda-Yellows ("Lisa", "Freizeit-Revue") jugendliches Blut zuführen. Im hart umkämpften Anzeigenmarkt der jungen Frauenblätter konnte sich die Zeitschrift jedoch nie wirklich durchsetzen. Ein Versuch, den Titel zu verkaufen, scheiterte offenbar.
Mit strafferen Strukturen will Welte das Kerngeschäft des Verlags nun durch die Krise führen und zukunftsfähig machen. Die Internet-Aktivitäten sollen künftig in der neuen Tochter Digital Media Development gebündelt werden. Mit "vertikalen Kompetenzzentren" zu Themen wie Food, Garten und Mode will Welte im traditionell dezentralen Burda-Reich für klarere Zuständigkeiten sorgen. Auch der Zentralvermarkter BCN wird mit einer neuen Verkaufsstruktur und der neuen Konzerntochter Burda Media Solutions gestärkt.
Was Philipp Welte genau unter Concentrate, Integrate, Innovate versteht, lesen Sie im Exklusiv-Interview der aktuellen W&V (EVT 12. Februar).

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