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Europas Verleger verabschieden "Berliner Erklärung"
Der Europäische Zeitschriftenverlegerverband FAEP und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger VDZ haben im Anschluss an den "Digital Innovators Summit" eine "Berliner Erklärung zur Zukunft der digitalen Presse" verabschiedet. In dem Aufruf an Politik und Entscheidungsträger auf nationaler und europäischer Ebene formulieren sie fünf Forderungen:
- Verzicht auf jegliche weitere Beschränkung der Freiheit der Presse in redaktioneller, werblicher, vertrieblicher oder sonstiger Hinsicht
- Faire Rahmenbedingungen für innovative Geschäftsmodelle im digitalen Zeitalter
- Ein effektiver Urheberrechtsschutz als Grundlage einer lebendigen Presse
- Reduzierte Mehrwertsteuer für die digitale Presse so wie für die Printpresse
- Gerechte Bedingungen und Transparenz in der Digitalen Welt
Wolfgang Fürstner, der Hauptgeschäftsführer des VDZ, beklagt: "Die Verleger investieren hunderte Millionen Euro in die Entwicklung neuer Plattformen, um digitale Inhalte anbieten zu können. Den Erfolg dieser Investitionen bedrohen allerdings schwierige Geschäftsbedingungen im digitalen Umfeld sowie restriktive gesetzliche Rahmenbedingungen."
In Anspielung auf Google und Apple meinte Fürstner: "Wir sind in einer deutlich veränderten Situation, die die Verleger in Auseinandersetzungen mit technischen Giganten führt, die die Verbreitung von Inhalten in allen Formen kontrollieren wollen.“ Als Ergebnis könnten die Verleger Kernkompetenzen wie die Preissetzung und die direkte Beziehung zum Leser, insbesondere bei der Abonnentenverwaltung, verlieren.
FAEP und VDZ betonen zwar, dass die Verleger ihre Zukunft selber gestalten wollen. Sie seien dabei aber "auf ein Gleichgewicht von Rechten und Pflichten" zwischen den verschiedenen Playern der digitalen Wertschöpfungskette angewiesen.
Busch Redakteur










