Handelsblatt soll überarbeitet werden
Holtzbrincks Wirtschafts-Flaggschiff bereitet offenbar einen Relaunch vor. Anders als vom Konkurrenten "FTD" spekuliert, soll die Finanzberichterstattung aber noch ausgebaut werden, heißt es beim "Handelsblatt".
Das zum Holtzbrinck-Konzern gehörende "Handelsblatt" bereitet einen Relaunch vor und überlegt, in diesem Zuge seine Finanzberichterstattung auszubauen. Das bestätigte Oliver Stock, Ressortleiter Finanzzeitung, der W&V.
Stock wies damit die Meldung des "Handelsblatt"-Konkurrenten "Financial Times Deutschland" zurück, nach der die Finanzteil-Beilage im Tabloid-Format eingestellt werden soll. Die Entscheidung zum Relaunch sei noch nicht getroffen, sagt Stock. Ein entsprechender Beschluss würde im Laufe der kommenden sechs Monate vollzogen.
Hintergrund der Überlegungen sind offenbar anstehende Umstrukturierungen bei der Düsseldorfer Verlagsgruppe. Wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise sind dem Verlagshaus mit seinen Flaggschiffen "Handelsblatt" und "Wirtschaftswoche" große Teile seiner Anzeigenerlöse weggebrochen.
Die Holtzbrinck-Tochter hat für den anstehenden Umbau diese Woche die Hamburger Beratungsagentur OC&C engagiert. Man wolle der Krise jedoch nicht nur mit Sparmaßnahmen sondern auch mit neuen Produkten trotzen, heißt es im Umfeld des Verlags.