Jan Pierre Klage geht bei Jalag von Bord
Jalag-Chef Jan Pierre Klage will den Hamburger Verlag verlassen. Der frühere "FAZ"-Mann hat nach "Kontakter"-Informationen bereits gekündigt.
Jan Pierre Klage, Sprecher der Geschäftsführung, will den Hamburger Jahreszeiten-Verlag ("Petra", "Für Sie") verlassen. Er hat bei dem zur Verlagsgruppe Ganske gehörenden Zeitschriftenhaus gekündigt. Ein Sprecher des Verlags bestätigte die Demission, zu den Gründen wollte er sich nicht äußern. Dies berichtet der W&V-Schwestertitel "Kontakter" in seiner am Montag erscheinenden Print-Ausgabe. Der Vertrag von Klage läuft noch bis Ende Februar 2013. Möglich ist aber, dass er seinen Posten bei dem Zeitschriftenhaus eher abgibt. Hierüber wollen Verleger Thomas Ganske sowie der ehemalige Manager der "FAZ" offenbar demnächst reden, erfuhr der "Kontakter" aus Verlagskreisen.
Ein Nachfolger für Klage ist noch nicht in Sicht. Klage kam 2007 zum Jahreszeiten-Verlag, um die Verantwortung für die publizistischen Flaggschiffe "Petra", "Für Sie" und "Vital" zu übernehmen. Der 50-Jährige hat unter anderem das Magazinhaus im März 2010 radikal umgebaut. Damals kündigte er in den Redaktionen insgesamt 70 Mitarbeitern, um sie durch freie Journalisten zu ersetzen. Das habe sein Standing in der Belegschaft nicht gerade gefördert, heißt es. In Jalag-Kreisen wird ihm nach "Kontakter"-Informationen vorgehalten, dass er den Verlag zu wenig in der Öffentlichkeit repräsentiert habe. "Warum spricht er nicht, wenn er doch Sprecher der Geschäftsführung ist", unkten Mitarbeiter hinter vorgehaltener Hand.