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Medientage München: Ohne Frauen bricht der Print-Markt zusammen
Manfred Braun, Mitglied der Geschäftsleitung bei der WAZ-Gruppe, weiß, auf wen er im Printmarkt zählen muss: "Wenn wir die Frauen verlieren, bricht alles zusammen“, verkündet er bei der Diskussion um das Thema "Sparkurs oder Investitionslaune – Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf Verlags- und Medienhäuser in Deutschland“, die im Rahmen der Münchner Medientage stattgefunden hat. Frauen seien traditionell die Käufer von Print-Produkten – und zwar nicht nur von Frauenzeitschriften. Männer seien hingegen „keine verlässlichen Käufer“. Also sei es insbesondere wichtig, die Zielgruppe der Frauen künftig adäquat anzusprechen. Die Frage „Sparen oder Investieren“ stellt sich für Braun ebenfalls nicht: "Da gibt es kein Entweder/Oder. Man muss beides gezielt machen.“ Gerade in der momentanen Lage sei es "gefährlich, nur auf die Kosten zu achten.“
Das haben allerdings die wenigsten Verlage vor. Wie die gemeinsam vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und der Unternehmenberatung KPMG aufgelegte Studie "Chancen und Risiken der aktuellen wirtschaftlichen Lage der Verlage“ zeigt, haben die rund 80 befragen Häuser bereits – neben den Kostensenkungsprogrammen - einige Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Situation in die Wege geleitet oder sie zumindest ins Auge gefasst: Gut 50 Prozent geben an, das Dialogmarketing ausbauen zu wollen, knapp 56 Prozent planen Investitionen in neue Vertriebswege. Beim geplanten Ausbau neuer Geschäftsfelder steht erwartungsgemäß der Digitalbereich an der Spitze. 35 Prozent der befragten Häuser sind bereits dabei, weitere 49 Prozent wollen hier aktiv werden.
Pauker Redakteur











