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MFD und T-Systems machen Fernsehen fürs Handy

MFD und T-Systems machen Fernsehen fürs Handy

veröffentlicht am 16.10.2007 um 16:40 Uhr · Medien · Artikel

Der Handy-TV-Anbieter Mobiles Fernsehen Deutschland (MFD), seit letzter Woche mit der Neva Media GmbH in dem Gemeinschaftsunternehmen Mobile 3.0 zur Einführung von mobilem Fernsehen verbunden, hat von den Landesmedienanstalten die Lizenz für den DVB-H-Plattformbetrieb erhalten. Begründung: Die Medienwächter wollten einen Anbieter, der klar zwischen Inhalteanbietern (Sender) und Vermarktern (Mobilfunkanbieter) steht. Hinter Mobile 3.0 stehen die Verlagshäuser Hubert Burda Media und Holtzbrinck (NEVA) sowie der international tätige Medien- und Technologiekonzern Naspers (MFD).
Das konkurrierende Konsortium der Telekommunikationskonzerne aus O2, Vodafone und T-Mobile hat damit bei der Abstimmung der Landesmedienanstalten den Kürzeren gezogen.
"Das ist ein großer Vertrauensbeweis. Mobile 3.0 ist eine unabhängige Plattform und verfügt über umfangreiche Expertise bei Technik und medialen Angeboten," sagt Paul-Bernhard Kallen, Vorstand Technology & Treasury der Hubert Burda Media. Geplant ist nun auf der bundesweiten Handy-TV-Plattform ab 2008 je zwei Programme der beiden Senderfamilien ProSiebenSat.1 und RTL sowie zwei öffentlich-rechtliche Sender, ein regionalisierbares TV-Angebot, einen Nachrichtenkanal sowie vier Hörfunkprogramme zu verbreiten. Die Auswahl trifft Mobile 3.0 unter Zustimmung der Landesmedienanstalten.
Die Telekom-Tochter T-Systems Media & Broadcast hate bereits einen Tag zuvor den Zuschlag um die Frequenzen für DVB-H erhalten und ist damit für den technischen Betrieb verantwortlich.
Das Netz soll aber erst im Frühjahr 2008 ausgebaut werden, erste Sendungen zur CeBIT 2008 in Hannover laufen, so Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. Nach dem jetzigen Planungsstand sind dann bis Ende 2008 nach Hannover die Hauptstädte der anderen 15 Bundesländer versorgt, ab 2009 erfolgt der Netzausbau für Städte mit mehr als 150.000 Einwohner. Damit sind die Hoffnungen der Mobilfunk- und Medienindustrie enttäuscht worden, noch rechtzeitig zu den Olympischen Spielen und zur Europa Meisterschaft ein möglichst großes Publikum via Handy-TV erreichen zu können.

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