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Motorpresse legt Redaktionen zusammen

Motorpresse legt Redaktionen zusammen

veröffentlicht am 07.05.2009 um 03:03 Uhr · Medien · Artikel

Die Wirtschaftskrise zwingt die Motorpresse Stuttgart ("Auto Motor Sport") zum Radikal-Umbau. Künftig will der Verlag sämtliche Autotitel in einer zentralen Autoredaktion am Stammsitz Stuttgart produzieren. Außer dem Flaggschiff "Auto Motor und Sport" sollen dort künftig alle Vierrad-Titel hergestellt werden: Dies sind die bislang in Berlin erscheinenden Blätter "Auto-Straßenverkehr" und "4Wheel Fun" sowie die Zeitschriften "Sport-Auto" und "Motor-Klassik". Leiter der neuen Groß-Redaktion wird "Auto Motor und Sport"-Chefredakteur Bernd Ostmann.
Der Standort Berlin, wo bislang die beiden Sorgenkinder "Auto-Straßenverkehr" und "4WeelFun" produziert worden, wird geschlossen. "Diese beiden Titel sind von der Krise der Automobilindustrie besonders hart getroffen und in den bisherigen Strukturen nicht mehr wirtschaftlich zu produzieren", sagt Geschäftsbereichsleiter Jörg Plathner. Außen vor bei der Zusammenlegung bleibt das Wochenblatt "Motorsport aktuell", deren Redaktion in der Schweiz sitzt.
Die Stuttgarter Zentralredaktion erinnert an den Umbau der Wirtschaftspresse des Motorpresse-Hauptgesellschafters Gruner + Jahr. Der Hamburger Verlag, das 59,9 Prozent am Stuttgarter Zeitschriftenhaus hält, lässt seit kurzem sämtliche Wirtschaftstitel in einer Hamburger Zentralredaktion herstellen.
Wie die schwäbische Version der Redaktions-Zentrale genau aussehen wird, ist noch offen. "Erhebliche Synergien" könne man vor allem durch die Zusammenlegung des Testbetriebs realisieren, heißt es in der Mitteilung.
Drastisch sparen muss die Motorpresse auch bei ihren Motorrad-Zeitschriften. Bei der Zeitschrift "Motorrad" werden die bislang acht Ressorts zu drei Einheiten zusammengelegt. Damit falle künftig "die zweite Hierarchieebene komplett weg", so die Mitteilung. Beim Traditionsblatt werden nun über Jahrzehnte gewachsene Strukturen deutlich verschlankt. „Ich bin fest davon überzeugt, dass unser Team auch unter den neuen Bedingungen spannende und faszinierende Blätter in gewohnter Qualität machen wird“, sagt Peter-Paul Pietsch, Leiter des Geschäftsbereichs Motorrad und Luftfahrt.

Das Stuttgarter Sparprogramm kostet insgesamt 42 Mitarbeitern den Job. Betroffen sind jeweils 21 Mitarbeiter aus Berlin und Stuttgart. „Wir haben das Für und Wider sorgfältig abgewogen, doch letztlich gibt es dazu keine tragfähige Alternative", erklärt Motorpresse-Geschäftsführer Friedrich Wehrle. "Wir streben mit allen betroffenen Mitarbeitern sozialverträgliche und einvernehmliche Lösungen an.“

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