Neuer Vorstoß: VDZ will ARD/ZDF privatisieren
Der Zeitschriftenverlegerverband VDZ hat eine Reihe von Ideen zur Privatisierung der öffentlich-rechtlichen Sender vorgelegt.
Nach Abschluss des Drei-Stufen-Tests für die Online-Angebote von ARD und ZDF hagelt es von Seiten der Verleger weiter Kritik. Wolfgang Fürstner, Hauptgeschäftsführer des Zeitschriftenverlegerverbands VDZ, wolle hinsichtlich der Öffentlich-Rechtlichen eine Privatisierungs-Debatte anstoßen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei gegründet worden, um die Grundversorgung mit Qualitätsinhalten zu garantieren, habe Fürstner erklärt, doch inzwischen seien ARD und ZDF "staatsfinanzierte Mediengiganten", die mit weit über 100 Programmen in die neuen Online-Märkte drängten. Der Verband habe verschiedene Ideen zur Privatisierung vorgelegt. Sie reichten vom Verkauf eines Senders bis zur partiellen Beteiligung privater Anbieter wie der Verleger. Auf diese Weise ließe sich auch die Rundfunkgebühr reduzieren.
Es ist nicht das erste Mal, dass der VDZ die Privatisierung der Öffentlich-Rechtlichen fordert. Bereits im Januar hatte Fürstner in einem Interview mit "Welt online" geäußert, das duale System habe sich überlebt.