"Philosophie Magazin" zieht Bilanz
Mehr als 30.000 verkaufte Exemplare - das ist das Ergebnis der ersten Ausgabe des "Philosophie Magazins" nach gut zwei Monaten. Damit hat der Titel doppelt so viele Hefte verkauft wie der - wohlgemerkt teurere - Konkurrent "Hohe Luft".
Mehr als 30.000 verkaufte Exemplare - das ist die erste Bilanz des "Philosophie Magazins" nach gut zwei Monaten. Der Titel ging im November erstmals an den Kiosk. Für Chefredakteur Wolfram Eilenberger ein "großer Erfolg", der die Grundannahme bestätige, dass es in Deutschland ein "Verlangen nach zugänglicher Philosophie" gebe. Demnächst werde der Verlag den tausendsten Abonnenten verzeichnen, so die Mitteilung. Die Druckauflage von 100.000 Exemplaren wurde auch für die zweite Ausgabe beibehalten, die am 26. Januar herausgekommen ist.
Damit hat sich der Titel doppelt so oft verkauft wie der Konkurrenztitel "Hohe Luft", der vergangene Woche erste Zahlen vorgelegt hat: Hochrechnungen zufolge liegen die Verkäufe der Erstausgabe bei 15.000 Stück. Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass das Magazin aus dem Hamburger Verlag Inspiring Network mit acht Euro ein gutes Stück teurer ist, als das "Philosophie Magazin" mit 5,90 Euro.
Zudem kam "Hohe Luft" ohne Foto auf dem Cover deutlich nüchterner daher als der Wettbewerber aus Berlin. Dass das "Philosophie Magazin" im Format und Layout einem Nachrichtenmagazin wie "Spiegel" oder "Stern" ähnele, sei "genau unsere Absicht" gewesen, wird Herausgeber Fabrice Gerschel zitiert. Ziel sei es, ein breites Publikum zu erreichen - wie in Frankreich, wo der Titel laut Verlag 52.000 Hefte im Monat verkauft und jährlich mehr als 600.000 Leser erreicht.
Den Erscheinungsrhythmus für 2012 hat der Verlag jedoch nach unten korrigiert: Waren beim Launch noch zehn Ausgaben für dieses Jahr geplant, sind es nun sechs (Erscheinungstermine sind der 8. März, 3. Mai, 5. Juli, 13. September und 8. November). Eilenberger begründet dies mit dem inhaltlichen Anspruch des Magazins: Um das redaktionelle Niveau zu halten, sei der zweimonatliche Rhythmus besser. "Zudem wollen wir die Zeit nutzen, um das Heft weiterzuentwickeln." Übrigens: Auch "Hohe Luft" kommt seltener als ursprünglich angekündigt - vier statt sechs Mal.
Die Zielgruppen beider Titel weisen durchaus Parallelen auf: So sind jeweils zwei Drittel der Leser berufstätig und hoch gebildet. Das "Philosophie Magazin" wird dabei von etwas mehr Frauen gelesen (55 Prozent), während die "Hohe Luft"-Leserschaft zu 60 Prozent männlich ist.