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ProSiebenSat.1-Chef Ebeling hofft aufs Auslandsgeschäft
ProSiebenSat.1 muss bei der Integration des Auslandsgeschäfts noch einiges tun. Das sagte Vorstandchef Thomas Ebeling der FTD (Mittwochsausgabe). Zwar seien nach der Übernahme der Senderkette SBS Einsparungen erzielt worden: "Die damals angepeilten 80 bis 90 Mio. Euro pro Jahr haben wir realisiert“, inhaltlich müsse der Konzern dieses Jahr dennoch mehr machen.
Dabei schielt Ebeling weniger auf die Kosten, denn auf gemeinsame Produktionen. Zur FDT sagte er: "Mein Fokus richtet sich eher auf den Austausch von Ideen.“ Wenn der TV-Konzern dieses Jahr in Deutschland den Frauensender Sixx aufbaut, sollen die Verantwortlichen etwa stärker auf die Erfahrungen vorhandener Frauenkanäle der Sendergruppe im Ausland zurückgreifen, so das Finanzblatt.
In Sachen Vermarktung könne sich Ebeling "eine Art Commercial Director für die gesamte europäische Gruppe“ vorstellen. "Wir sind eine europäische Gruppe. Es ergibt wenig Sinn, einen Vermarktungschef nur für Deutschland in den Gesamtvorstand zu berufen", sagte er. Aktuell habe er das aber nicht geplant. Damit antwortet Ebeling auf die Frage, ob er inzwischen einen Nachfolger für den Ausgeschiedenen Verkaufschef Klaus Peter Schulz gefunden habe.
Pro Sieben Sat 1 hatte 2007 von KKR und Permira für rund 3,3 Milliarden Euro die Senderkette SBS übernommen, die TV-Kanäle in Skandinavien, den Beneluxstaaten und Südosteuropa betreibt. Der Konzern hat seither gewaltige Schulden, die sich Ende 2009 auf 3,3 Milliarden Euro summierten.
Drexler Redakteur











