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Die TV-AG ProSiebenSat.1 fährt weiterhin Gewinne ein.
Die TV-AG ProSiebenSat.1 fährt weiterhin Gewinne ein.

ProSiebenSat.1 peilt nach Quartalsgewinn Rekordjahr an

veröffentlicht am 05.05.2011 um 09:30 Uhr · Medien · Artikel

ProSiebenSat.1 bleibt nach einem guten ersten Quartal auf Rekordkurs. Der Umsatz des Konzerns ist von Januar bis März um 3,7 Prozent auf 682,8 Millionen Euro gewachsen. Unterm Strich steigt der Gewinn deutlich von 21,7 auf 38,3 Millionen Euro. Auch im Gesamtjahr erwartet CEO Thomas Ebeling ein deutliches Plus in der Kasse.

Die Freude hat indes Einschränkungen: Zum einen hat der späte Ostertermin die Werbeeinnahmen im ersten Quartal geschmälert (minus 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr), was durch einen satten Zuwachs der Sender in Skandinavien kompensiert werden kann. Zum anderen erfüllt der Mitmachsender 9Live die Erwartungen erneut nicht - und wird, wie W&V Online vorab enthüllt hat, Ende Mai seinen Betrieb einstellen. Ebeling hat sich zuvor mehrfach skeptisch zur Zukunft von 9Live geäußert. Jetzt liegen auch Zahlen vor: Beim Quizsender sind die Umsätze durch kostenpflichtige Anrufe im ersten Quartal um 34,3 Prozent auf 9,2 Millionen Euro zurückgegangen. Im Vorjahresquartal sind noch 14,0 Millionen Euro erlöst worden. Die Folge: Ab Juni wird bis auf Weiteres Fiktionales aus der Konserve gezeigt. Wie viele der 60 Stellen bei 9Live dem Schnitt zum Opfer fallen werden, ist noch offen. Auch ein neues Konzept gibt es noch nicht, der Name bleibt erst einmal.

Zurück zum Positiven: "Dank der guten Wachstumsdynamik in vielen Geschäftsbereichen hat die ProSiebenSat.1 Group ihre Gewinne im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich gesteigert", sagt Ebeling am Donnerstag bei Vorlage der Zahlen. Nach dem kräftigen Aufschwung bei den Werbeausgaben im vergangenen Jahr erwartet CEO Ebeling für die kommenden Monate, dass sich die eher zurückhaltende Entwicklung auf den deutschsprachigen Werbemärkten fortsetzt. "Wir sehen weiterhin auch mittelfristig positive Wachstumschancen im Werbemarkt", so Ebeling. Nach den Einbrüchen in der Krise 2009 haben sich die Werbeerlöse im vergangenen Jahr deutlich erholt und den privaten Sendern wieder sprudelnde Gewinne beschert; so hat Konkurrent RTL im vergangenen Jahr 1,1 Milliarden Euro verdient.

Der jüngst beschlossene Verkauf der Geschäfte in Belgien und den Niederlanden wird die drückende Schuldenlast der ProSiebenSat.1-Gruppe verringern helfen. "Mit dem Verkauf der Unternehmen in den Niederlanden und Belgien haben wir zudem unser Auslandsportfolio optimiert und unsere Finanzkraft gestärkt", so Ebeling. Die Erlöse des 1,2-Milliarden-Deals sollen den Schuldenberg von 3,1 Milliarden Euro "deutlich reduzieren", teilt der Konzern mit.

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