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Die Fachjury von "Deutschlands beste Schülerzeitungen 2012" sichtete 283 Zeitungen.
Die Fachjury von "Deutschlands beste Schülerzeitungen 2012" sichtete 283 Zeitungen.

Schülerzeitungen 2012: Der kreativste Nachwuchs schreibt im Süden

veröffentlicht am 22.02.2012 um 12:30 Uhr · Medien · Artikel

Der Wettbewerb "Deutschlands beste Schülerzeitungen 2012" rund um den journalistischen Nachwuchs hat die neuen Medien für sich entdeckt – der vor allem aus Baden-Württemberg und Bayern kommt. So zeichnet der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) "mittelpunkt" aus Mönchengladbach als beste crossmediale Schülerzeitung Deutschlands aus. Im Rahmen des bundesweiten Schülerzeitungswettbewerbs der Länder setzt sich das Magazin der Gesamtschule Hardt gegen knapp 300 Konkurrenten durch. Der bayerische Ministerpräsident und amtierende Bundesratspräsident, Horst Seehofer, wird die Sieger am 10. Mai in Berlin auszeichnen.

Auch online wird an Schulen eifrig publiziert. (Screenshot "mittelpunkt").

Nach der Entscheidung der Fachjury, die zwei Tage in München getagt hat, zeigt sich, dass vor allem an Schulen im süddeutschen Raum viel Kreatives entsteht. An den Grundschulen dominieren mit den Preisträgern " Schülerfloh" aus Varel und "Waldschlösschen-Post" aus Bielefeld auf den ersten beiden Plätzen noch Niedersachsen und NRW, aber Platz drei geht schon an die "Frosch News" in Korntal-Münchingen nahe Stuttgart. Bei den Hauptschul-Preisträgern rangiert die bayerische Mittelschule in Auerbach mit "V.I.N. (Very important news)" ganz vorne, gefolgt vom "Volltreffer" der Augsburger Albert-Einstein-Mittelschule und dem "Bickeburger" aus dem schwäbischen Villingen-Schwenningen.

Die beste Schülerzeitung an Realschulen entsteht mit dem "S'Viechtacher Woidschratzl" mitten im Bayerischen Wald in Niederbayern. Zwar holt sich die Potsdamer Voltaire-Gesamtschule mit "919 Volt" Platz zwei beim bundesweiten Wettbewerb. Aber Platz drei geht dann schon wieder nach Bayern – an das Magazin "Freestyle" der Städtischen Ludwig-Thoma-Realschule in München. Das Gymnasial-Ranking führt der "Innfloh" des Ruperti-Gymnasiums im bayerischen Mühldorf am Inn an gefolgt von "Ebbes News" aus der Stuttgarter Waldorfschule am Kräherwald. Auf dem dritten Rang folgt "Der Spargel" vom Erich-Kästner-Gymnasium im niedersächsischen Laatzen. Auch unter den Preisträgern an Förderschulen und Berufsschulen finden sich viele Teilnehmer aus dem "Ländle" und dem Freistaat.

Von 283 nominierten Zeitungen schafften es 28 Publikationen, einen der ersten Plätze, einen Sonderpreis oder einen Förderpreis zu ergattern. Außerdem wurden fünf Förderpreise für Zeitungen mit Entwicklungspotenzial vergeben. Die Münchner Fachjury bestand aus Vertretern der Jugendpresse Deutschland, Vertretern der obersten Schulbehörden der Länder sowie hauptberuflichen Journalisten, die vor allem aus dem Haus des Premiumpartners Gruner + Jahr kommen. Darunter: Annabel Dillig, Redakteurin bei Gruners "Neon", Lutz Knappmann, stellvertretender Chefredakteur bei Süddeutsche.de, Stephan Kabosch, Redaktionsleiter Online der "Münchner Abendzeitung" und Marie-Luise Lewicki, Chefredakteurin der Gruner-Zeitschrift "Eltern". Erstmals waren auch Schüler aus dem jeweiligen Schultyp dabei. Der Jurysitzung waren regionale Wettbewerbe auf Landesebene vorausgegangen. Jedes Bundesland schickte seine Erstplatzierten nach München. Seit 2004 findet der Schülerzeitungswettbewerb der Länder jedes Jahr statt. Er wird von der Jugendpresse Deutschland und der Kultusministerkonferenz veranstaltet.

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