SES steigert Umsatz, nimmt aber weniger ein
Der Betreiber der Astra-Flotte meldet am Freitagmorgen mit knapp 633 Millionen Euro ein Ebitda-Plus von 3,3 Prozent gegenüber über dem Vorjahresniveau. Und: Eine Million Smartcards für die Astra-Plattform HD+ sind abgesetzt.
Umsatz und Ebitda im Plus, Ergebnis im Minus: Der Luxemburger Satellitenbetreiber SES hat im ersten Halbjahr mit knapp 845 Millionen Euro mehr umgesetzt als im Vorjahreszeitraum (808 Millionen Euro). Der Betreiber der Astra-Flotte meldet am Freitagmorgen mit knapp 633 Millionen Euro ein Ebitda-Plus von 3,3 Prozent gegenüber über dem Vorjahresniveau. Unterm Strich liegt indes ein Ergebnis von rund 230 Millionen Euro vor - nach mehr als 256,3 Millionen im ersten Halbjahr 2009. Allerdings hat der Satellitenkonzern auch eifrig investiert. Romain Bausch, President & CEO von SES, betont: "Die Gesamtentwicklung der Geschäftstätigkeit der Gruppe sowie das Finanzergebnis für den Berichtszeitraum liegen voll und ganz im Rahmen unserer Erwartungen.“
Demnach hat SES in den ersten sechs Monaten dieses Jahres die "Wachstumsstrategie" weiter in die Tat umgesetzt. Drei neue Satelliten sind dazugekommen; sie stellen für die Vereinigten Staaten, Europa, den Nahen Osten, Afrika und die Region des Indischen Ozeans Ersatz- und Zusatz-Kapazität bereit. "Wir stehen derzeit in Verhandlungen zur Veräußerung von ND SatCom. Dieser Vorgang ist Bestandteil unserer Strategie, die Dienstleistungsaktivitäten auf die Stärkung der Nachfrage nach unseren Satellitenkapazitäten zu konzentrieren", so Bausch.
Fest steht: Eine Million Smartcards für die Astra-Plattform HD+, über die hochauflösende werbefinanzierte Privatsender gegen Gebühr und mit Aufzeichnungsrestriktionen ausgestrahlt werden, sind seit November 2009 abgesetzt worden. SES bezeichnet das Angebot als "breite Palette". Ein passendes "CI+"-Modul sei mehr als 100.000 Mal verkauft worden, heißt es.