Nach kritischen Stimmen zur Vergabe des Reportagepreises hatte sich die elfköpfige Jury am Montag nach Informationen des "Hamburger Abendblatts" in einer Telefonkonferenz beraten. Nur der Chefredakteur der "Süddeutschen Zeitung", Kurt Kister, fehlte nach Informationen der Zeitung. Er habe zuvor seinen Mit-Juroren eine Erklärung zukommen lassen, in der er sich gegen eine Aberkennung ausgesprochen habe. Neben ihm votierten danach "Geo"-Chefredakteur Peter-Matthias Gaede, "FAZ"-Herausgeber Frank Schirrmacher und "Spiegel"-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron dagegen. Die Mehrheit aber stimmte anders.